Z7 Summer Night – Freitag

Es ist Sommer – die Festival Saison ist bereits in vollem Gange und auch im Z7 standen die Open Air Konzerte an.

Text Alice Malherbe, Bilder Claudia Chiodi
SERIOUS BLACK

…eröffneten mit ihrem melodischen Power Metal unser Z7 Summer night’s Weekend und dürften den Besuchern von HAMMERFALL Konzerten im Z7 ein Begriff sein.
Ihr Album «Magic» welches im August 2017 veröffentlicht wurde – war ein Konzeptalbum welches sich rund um die Legende von «Mr. Nightmist» dreht.

Trotz für uns warmer Temperaturen trat der Sänger in voller Magic – Mr. Nightmist Montur auf die Bühne. Für den aus Schweden stammenden und in Alabama lebenden Sänger war die Temperatur in Pratteln schon fast erfrischend.

Der Bereich vor der Bühne füllte sich verdientermassen immer mehr mit Zuschauern. Der Sound von SERIOUS BLACK und die Stimme von Urben Breed überzeugten und nahmen uns mit auf eine mystische Reise.

Neben Frontman Urben Breed gab auch Bassist Mario Lochert showmässig alles, während Gitarrist Dominik Sebastian sich voll auf sein Solo konzentrierte aber ansonsten dezent zurück hielt.
Ein würdiger Anfang der Lust auf mehr machte. Im Übrigen auch die einzige Band des Abends mit Merchandising vor Ort.

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Mit RAGE FEAT. LINGUA MORTIS ORCHESTRA

ging es nach einer kurzen Umbaupause weiter. Gemäss Z7 Homepage ist die 3er Combo um Sänger und Bassist Peter «Peavy» Wagner die Band welche am häufigsten im Z7 aufgetreten ist. Doch sie haben das Publikum nicht mit einer typischen RAGE Show aufgeheizt – nein – sie spielten zusammen mit dem LINGUA MORTIS ORCHESTRA das Album XIII (Klassik-Metal-Crossover-Album) durch.

Beim ersten Song pfiff die Anlage teilweise noch unangenehm hoch. Und auch sonst hatte die Technik hin und wieder einen Sekunden Aussetzer.
Leider ging das Orchester im Rage Sound regelrecht unter. Persönlich fand ich dies sehr schade, da mir diese Symbiose von Klassik und Metal gefällt.

Da immer mal wieder ein Teil des Liedes nur vom Orchester (inkl. RAGE Schlagzeuger) gespielt wurde, fiel es noch mehr auf, da die Drums von RAGE um ein vielfaches lauter waren als das Orchester (bestehend aus Kontrabass, Cello, Klarinetten, mehreren Geigen und Waldhörner).

Das Konzert an sich war gut – die Fans haben fleissig mit gesungen und die Stimmung war ebenfalls ok. Dennoch war das kaum hörbare Orchester ein Wermutstropfen.

www.rage-official.com

TARJA TURUNEN

Den Schluss- und Höhepunkt des Freitagabend setzte TARJA TURUNEN mit Ihrem Auftritt.
Bekanntheit erreichte sie als Mitbegründerin, Komponistin, Sängerin und Aushängeschild von NIGHTWISH. Mit ihrer Ausbildung im klassischen Gesang gepaart mit Metal Musik setzten sie damals den Massstab für den Opera Metal oder auch Symphonic Metal genannt.
Seit sie als Solokünstlerin unterwegs ist – hat sie neben den Symphonic Metal Alben auch Klassik Alben aufgenommen. 
Im Gegensatz zu anderen Symphonic Metal Sängerinnen wendet sie noch immer die Gesangstechnik des Klassischen Gesanges an. Sie hat zwar die Stimmspanne erweitert und teilweise je nach Lied auch etwas mehr Rockstimme mit eingebracht – aber die klassische Ausbildung ist dennoch immer präsent und wird entsprechend eingesetzt – so auch an diesem Abend.

Obwohl sie eine routinierte Frontfrau ist – merkte man noch immer die Freude am Performen und steckte damit auch das Publikum an. Der Gitarrist, Bassist und Cellospieler bekamen ihre Solis und zeigten nach dem jeweiligen Solo noch im Zusammenspiel, mit viel Spielfreude, was sie auf dem Kasten haben. 

Im Herbst wird ihr neues Album erwartet und wir bekamen mit „Promises“ einen ersten Einblick.

www.tarjaturunen.com