VOLBEAT – „Rewind And Replay“ im Hallenstadion

Ein neues Album, eine neue Tour. Auch noch junge Menschen entdecken die alten Hasen aus Skandinavien.

Text Fabian Hofmann, Bilder Alexandra Rothlin

Damit kommt es zu einem Umstand, der an jedem Konzert auffällt, extrem viele Menschen kamen ins Hallenstadion um die grossartige Band zu bewundern. Mit einer grandiosen Show wurde am Dienstagabend der Erfolg der neuen Platte gefeiert. Das neue Album punktet vor allem mit Nostalgie und Liebesgeständnissen an vergangene Zeiten. Trotzdem war klar, dass Volbeat auch im hier und jetzt lebt. Doch wie war das Konzert denn genau, hier ein kleiner Überblick.

Am Anfang war klar, dass dieser Event im Hallenstadion als erinnerungswürdig gelten sollte. Denn immer ist es für Bands schön in vollen Hallen zu spielen. Das Hallenstadion war randvoll mit Menschen, die kaum den Headliner erwarten konnten und so war auch für die meisten die Band THE BARONESS nicht wirklich interessant. Die meisten Leute konnten ihre Geduld kaum zügeln und so war THE BARONESS leider, böse gesagt, ein Lückenfüller.
Aus der Bandsicht konnte man jedoch sagen, dass die Chance vor so vielen Menschen zu spielen genutzt wurde. Für mich war die Energie der Vorband selbst nicht fühlbar und somit nahmen auch die Bandmitglieder der Masse nur wenig auf. Schade war vor allem, dass die Bandmitglieder sich oftmals lange mit dem Rücken zu einem Grossteil der Masse bewegten. Schade, denn von einem musikalischen Standpunkt aus sind THE BARONESS äusserst interessant gewesen.

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Nun, VOLBEAT waren ganz sicher ein Highlight dieses angebrochenen Jahresquartals. Die stetig wachsende Fanbase sorgte automatisch dafür, dass in den letzten Jahren die Grösse der Konzerte enorm angewachsen ist. Was man ja bekanntlich einerseits freudig aufnimmt, andererseits im stillen Kämmerchen sich fragt, ob die Jungs von damals überhaupt noch existieren.
DochVOLBEAT waren schon immer gut darin ihren eigentümlichen, erarbeiteten Stil beizubehalten und gleichzeitig zu verfeinern. Eine schillernde Lichtshow deckte sich mit dem Gesang von Michael Poulsen. Der Däne sang mit seiner klaren, machtvollen Stimme einen Klassiker nach dem anderen. Doch VOLBEAT ging es nicht darum ein Best-of für die Setlist zu erstellen. Viel mehr ging es darum, das neue Album herüberzubringen und deshalb war auch die Setlist gespickt mit neuen Erlebnissen. Da ich VOLBEAT in letzter Zeit gar nicht auf dem Radar hatte, war es mir möglich extrem viele neue Songs aus erster Hand zu erleben. Doch es war überhaupt kein Problem für mich, die neuen Songs der gleichen Band mit der Leidenschaft der älteren Stücke zu verbinden. Kurzum gesagt; Das Feuer ist bei VOLBEAT noch lange nicht ausgegangen.

Ein weiteres, gutes Zeichen für  VOLBEAT; war vor allem auch, das seiner der neusten Songs ohne Probleme eher am Ende der Show gebracht werden konnte. Denn «Last Day under the Sun» ist ein eingängiger Song mit enormen Mitsingpotential. Der literarisch schlicht gehaltene Text macht ein einfaches Mitsingerlebnis für die ganze Masse möglich. Denn der Refrain von diesem Lied besteht im Grunde genommen nur aus der «It’s the last day under the Sun». Dieser wird 6-mal wiederholt und gleichzeitig vor allem im Gesang variiert. Wenn einer dieser neuen Songs ohne wirkliche Etablierung einfach als befriedigendes Phänomen mitgebracht werden kann, ist es sicherlich auch ein gelungenes Album mit wahrscheinlich einigen kritisierbaren Ecken und Kanten.

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