DEAD VENUS im Kater

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge genoss das Publikum sowie DEAD VENUS selbst den letzten gemeinsamen Auftritt mit André Gärtner am Bass.

Bilder und Text Alice Malherbe

Ende November informierte die Band über den Entscheid von André, die Band zu verlassen. Kein Drama dahinter – sondern die grosse Geste eines Künstlers welcher seine Bandkollegen in ihrer Kreativität und im voran kommen nicht ausbremsen möchte. Keine leichte Entscheidung welche aber von wahrer Grösse zeugt.

Nun aber zum lachenden Auge – denn die Stimmung im Kater war gelöst und fröhlich. Das Equipment sprengte die Möglichkeiten der Bühne und so gesellte sich Seraina für Ihre Piano / Keyboardstücke praktisch ins Publikum.

Einmal mehr war ich fasziniert wie variantenreich nicht nur Seraina’s Stimme, sondern auch die gesamten Kompositionen sind. Die bereits veröffentlichten Stücke der Anfang Februar erscheinenden neuen Platte «Flowers and Pain», waren auch live einfach nur musikalische Kunstwerke. Hier sitzt jeder Ton und jeder Akzent durch Stimme oder Musikinstrument gewollt an seinem Platz, um textliche Passagen zu unterstreichen oder musikalische Nuancen hervor zu heben.

Gespielt wurden Songs vom «Bird of Paradise» Album sowie bereits veröffentlichte Songs von den ersten drei (von vier) EP’s.  Zusätzlich kamen die Gäste an diesem Abend im Kater in den Genuss der Vorpremiere des vertonten Edgar Allan Poe Gedichtes «The Haunted Palace», welches erst am 22.12. offiziell online ging.

Mitten drin wurde natürlich auch noch André gebührend gefeiert und verabschiedet. Die Pink Box enthielt Erinnerungen aus dem Proberaum. Angefangen beim gravierten DEAD VENUS Glas, dem «No Buzzer»,  über Kekse und Ü-Ei, bis hin zu «Anti-nerv-Leuchtmarker» (ist einfach billiger als die Gitarre oder den Bass auf Jimi Hendricks Art zu malträtieren – nur weil’s gerade nicht so will wie es soll). Nicht zu vergessen den Kaffeegutschein für den Proberaum.

So ging ein wundervoller Abend viel zu schnell vorbei.

Der neue Mann am Bass wurde unterdessen eine Woche später in den sozialen Medien ebenfalls vorgestellt: Merlin Mattheeuws wird der neue «Magier» am Bass sein – vorerst mal für die anstehenden Konzerte und Tourneen…

Wer will kann sich bereits einen kleinen Einblick in sein Können verschaffen: https://fb.watch/akoAHcXyy3/