THE 69 EYES – «West End»

Pünktlich zum 30igsten Jubiläum warfen die Goth n’ Roller THE 69 EYES ihr 12tes Studio Album auf den Markt. Die schwarzen Ballons auf dem Cover passen zum Sound und Jubiläum der «Helsinki Vampires» wie sie auch genannt werden.

Alice Malherbe
3.5 von 5 Pommesgabeln

Dark Rock Gothic aus Finnland zuhause bei Nuclear Blast

Mit ihrem Dark Rock haben sie die Goth n’ Roll Szene massgeblich mitgeprägt und sind ihrem Stil im Grossen und Ganzen treu geblieben und noch immer in gleicher Besetzung unterwegs.
«West End» hat für die Band diverse und eher düstere Bedeutungen – wie z.B. das Ende der westlichen Welt wie wir sie kennen. Zu den Pet Shop Boys gibt es aber keinerlei parallelen.
THE 69 EYES sind Jyrki 69 (Vocals), Bazie  (Guitar), Timo-Timo  (Guitar), Archzie. (Bass), Jussi 69 (Drums)
Auf dem neuen Album sind neben der markanten dunklen Stimme von THE 69 EYES Sänger und bekennender Horror Movie Fan, Jyrki, auch noch weitere mehr oder weniger bekannte Gaststimmen zu hören…

Was mit Kirchenglocken und Orgelmusik im Opener Song beginnt – wird während «Two Horns Up» schnell zur düsteren Messe mit Dani Filth von CRADLE OF FILTH am Mikrophon.
Weiter geht es mit dem eingängigen und melodischen Song «27 & Done» in welchem der berüchtigte Club 27 besungen wird. Wobei es nicht um dessen Mitglieder an sich geht. Düsteres Thema mit ironischem und sarkastischem Unterton. Und einer meiner Favoriten auf dem Album.
Während es in «Black Orchid» um eine wilde Frau geht – welche mich leider nicht ganz so mitreissen kann wie die beiden vorherigen Songs ist mit «Change» die erste Ballade am Start.
Während «Burn Witch Burn» wird in guter alter düsterer Art und Weise die alle aufhetzende und verurteilende Social Media Hexe verbrannt während in «Cheyenna» ein Geistermotorrad Unheil verbreitet – wie einst Steven Kings Auto «Christine». Alles in allem solide Songs und so einige haben Road Trip Potential.
Doch erst «The Last House On The Left», weckt mein Interesse wieder richtig. Immer noch düster aber auch viel rockiger. Unterstützung bekamen sie hier durch Dani Filth, Wednesday 13 und Calico Cooper (der Tochter von ALICE COOPER) am Mikro. Sie alle sind wie Jyrki bekennende Horror Klassiver Fans und ehren dieses Genre auf ihre Art mit diesem Song.
Mit «Death & Desire» hat es noch eine weitere Ballade auf dem Album. Die «Outsider» ziehen nochmals etwas das Tempo an bevor es mit «Be Here Now» und «Hell Has No Mercy» wieder ruhiger, teils melodiöser aber zum Schluss auch nochmals richtig düster wird.

Fazit
Alles in allem ein gelungenes Album für Genre Fans aber auch mit dem einen oder anderen hörenswerten Song für alle anderen.
Wer die Herren Live erleben will, kann dies am 17.11.2017 im Z7 in Pratteln.

http://www.z-7.ch/event.php?eventid=1716

Tracklist und Cover
  1. Two Horns Up
  2. 27 & Done
  3. Black Orchid
  4. Change
  5. Burn Witch Burn
  6. Cheyenna
  7. The Last House On The Left
  8. Death & Desire
  9. Outsiders
  10. Be Here Now
  11. Hell Has No Mercy
Online

http://69eyes.com