PETER GREEN left the building – rest in peace

Wieder ist einer der ganz Grossen gegangen – Peter Green, Gründungsmitglied von FLEETWOOD MAC und einer der bedeutendsten Gitarristen ist geetorben.

Danny Frischknecht

Wer sich jetzt fragt, wer zum Teufel Peter Green gewesen sein soll und wer FLEETWOOD MAC ist – schade, ihr habt eine Wurzel dessen verpasst, was bis heute gute Musik ausmacht. So wurde nicht nur sein Song „Albatross“ zu einem grossen Hit, auch „Black Magic Woman“, das durch CARLOS SANTANAs Interpretation berühmt wurde, stammt aus Greens Feder.
Nur gerade drei Jahre speilte Green mit FLEETWOOD MAC, für ERIC CLAPTON füllte er einige Monate die Lücke bei JOHN MAYALLs BLUESBREAKERS. Er bewunderte ERIC CLAPTON, dass er nach wenigen Monaten zurückkehrte und damit für seine Kündigung verantwortlich war, hat er ihm wohl lange übelgenommen – zumal CLAPTON nur kurze Zeit später wieder ausstieg, um CREAM zu gründen.

Wer war PETER GREEN sonst, was für ein Mensch verbarg sich hinter der illustren Blueslegende? Im Endeffekt dürften das nur seine Familienmitglieder und einige enge Wegbegleiter wissen – wenn überhaupt.
Wie hatte GREEN gesagt, nachdem er in der Kommune von Rainer Langhans und Uschi Obermaier einen erschreckenden LSD-Rausch mitgemacht hatte? „I went on a trip and never came back“ – das dürfte wohl sein Leben beschreiben.
Auch wenn zu Beginn der Achtzigerjahre so etwas wie eine Karriere begann, der grosse Durchbruch blieb GREEN versagt. Sein grösster Erfolg neben den beiden oben genannten Tracks dürfte das Album „In The Skies“ gewesen sein, das 1979 auf den Markt kam.

Bis zum Schluss schien PETER GREEN nicht von dieser Welt, er wurde nicht fassbar und war dennoch unheimlich konsequent, was sein Engagement gegen Krieg und Kapitalismus, ein grosser Teil seines Geldes kam entsprechenden Projekten zugute.
PETER GREEN lebte in einem Kibuzz und verbrachte Zeit in einer psychiatrischen Klinik – sein Leben war ein einziges Auf und Ab, unwirklich wie GREEN selber.

Am 25. Juli 2020 hat PETER GREEN diese Welt verlassen, wie man aus Familienkreisen hört, indem er 73-jährig ruhig einschlief. Ein anderer Tod hätte wohl auch überrascht. Man mag glauben, was man will – ich hoffe, er hat seine Ruhe gefunden…