PERSISTANCE TOUR part two

Einmal mehr wuselten die Bands sowie die Techniker vom X-TRA auf der Bühne umher um die Umbaupause möglichst kurz zu halten.

Text und Bilder Alice Malherbe

Mit WISDOM IN CHAINS kam die vierte Band des Abends auf die Bühne, welche mit ihrem Hardcore Punk dem Publikum Feuer unter dem Hintern machten.
Unterdessen war der Saal bereits gut gefüllt – es hatte aber auch noch die eine oder andere Lücke. Gleich direkt nach einem Entertainer wie BILLY BIO auf zu treten war kein leichter Job. Und obwohl mich WISDOM IN CHAINS nicht ganz so stark mitgerissen hat, boten sie Musikalisch  eine wirklich gute Performance zu welcher man sich einfach bewegen musste.

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H2O hiess die nächste Band und die Namensgebung hatte neben der Tatsache, dass es «einfach cool klang als Bandname» auch mit dem Lieblingsgetränk von Sänger und Mitgründer Toby Morse zu tun. Mit ihrem Punk-Melodic Hardcore sorgten sie weiterhin dafür ,dass die Stimmung ausgelassen und das Publikum bewegungsfreudig blieb. So füllte sich auch der Raum vor der Bühne nach der Umbaupause immer schneller wieder. Aber auch auf der Bühne steppte der sogenannte Bär und so wurde ich plötzlich von einem herabfallenden Mikroständer getroffen.
No pain – no gain – gilt halt manchmal auch für Konzertfotografen.
Gegen Ende des Konzertes teilte Toby Morse die Bühne abwechselnd mit Vinnie Stigma, Mike Gallo (beide von Agnostic Front) sowie Mad Joe Black von Wisdom in Chains.

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Umbaupause – Zeit um den Flüssigkeitshaushalt wieder auf zu füllen.

Mike McColgan (ehemals DROPKICK MURPHYS) betrat die Bühne mit Mütze und Parka – als käme er direkt von der Strasse. Mit dem ersten Song «Stand for Something or Die for Nothing» stellten die STREET DOGS gleich mal ihren Standpunkt klar. Geboten wurde Streetpunk aus Bosten in welchem es um Freundschaft sowie Zusammenhalt ging.
Sänger und Gründer Mike McColgan zog es gleich mehrmals ins Publikum und zum Schluss trug ihn das dieses crowed surfend einmal durch den vorderen Saalbereich – soweit das Mikrokabel es erlaubte.

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Noch zwei Bands würden an diesem Abend das X-TRA zum Kochen bringen und mit AGNOSTIC FRONT standen die Godfathers of Hardcore auf der Bühne. Gerade auf diese Band war ich sehr gespannt. Nach dem Interview mit Sänger Roger Miret sowie dem Dokumentarfilm von Ian McFarland – freute ich mich die Band endlich live zu erleben.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Für Vinnie Stigma sind die Auftritte mit AGNOSTIC FRONT Lebensinhalt und -freude und das zeigte sich auch an diesem Abend. Immer wieder sah man ihn bei den anderen Bands auf der Bühne mit breitem Grinsen im Gesicht. Das Alter schien (fast) wie weggewischt als er mit seinen Bandkollegen die Bühne betrat und mit viel Spielfreude jede Minute des Auftritts genoss. Aber auch Roger Miret und Mike Gallo hatten viel Spass.
Vinnie liess es sich dann auch nicht nehmen um sich ins Publikum zu stürzen – zum einen in die Mitte des Circle Pit und beim zweiten Mal zum Crowed surfen. Ein gelungener Auftritt mit Songs quer durch diverse Alben sowie 3 Songs vom neusten Album «Get Loud!».

Hardcore – ist für AGNOSTIC FRONT nicht nur Musik sondern auch Lebensphilosophie. Eine gleichberechtigte Gesellschaft in welcher man sich gegenseitig hilft und Unterstützt. Die Zeit flog nur so dahin und so beendeten AGNOSTIC FRONT ihr Set mit «Blitzkrieg» einem RAMONES Cover – zusammen mit BILLY BIO und Mad Joe Black von WISDOM IN CHAINS.

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Ein grosses Dankeschön an meine Freundin Yvonne – welche mich zum einen überzeugte das Konzert zu besuchen und mir zum anderen fleissig in der ersten Reihe den Rücken freihielt. So überstanden meine Kamera und ich das Konzert unbeschadet.

Noch eine Umbaupause – bevor mit GORILLA BISCUITS die letzte Band des Abends die Bühne betrat. Die New Yorker Hardcore Band setzt sich in ihren Liedern für ein «Straight Edge» Leben ein ohne belehren zu wollen. (Straight Edge = Leben ohne Alkohol und Drogen). Ironischerweise benannten sie sich nach einer Droge welche Ende der 80iger Jahre in New York im Umlauf war.
Nachdem sie sich 1989 nach dem ersten Album trennten – gab es anlässlich eines Konzertes zur Unterstützung des damals legendären Punk – Hardcore Club CBGB eine Wiedervereinigung.
Sänger Anthony Civarelli – nur CIV genannt kletterte teilweise an der Seite der Bühne auf Boxen und teilte sein Mikro ebenfalls mit einigen voran gegangen Bandmitgliedern und dem einen oder anderen Zuschauer.

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Fazit

Nach meinem ersten Hardcore Event – es ist laut, es ist wild und es macht verdammt noch mal Spass. Hardcore ist ein Erlebnis, dass man definitiv mal Live erlebt haben muss und wird nicht mein Letztes gewesen sein.