THE BABOON SHOW im Dynamo

«Böög» verbrennen am «Sechsilüüte» oder eine Punk Rock Party feiern?

Bilder und Text Alice Malherbe

Was für eine Frage – dem «Have A Party With Me» ruf von THE BABOON SHOW zu folgen war vollkommen klar. Zum Vorglühen standen COLD und WONK UNIT auf der Bühne.

Text / Bilder Alice Malherbe

Eröffnet wurde der Abend mit britischem Party-Pub-Punk von WONK UNIT. Die aus London stammende Band hat bereits acht Alben herausgebracht und schon einiges an Bühnenerfahrung.

Doch damit nicht genug – sie organisieren auch immer ihr jährliches Wonkfest!

Ihr letztes Studio Album «Uncle Daddy» kam 2021 auf den Markt und wurde somit auch in Zürich live vorgestellt. Der minimalistische Stil des Sänger und Gründungsmittglied Alex «Daddy» Wonk passt zum britischen Punk und wird durch seine humoristische Art aufgelockert.

Die Stimmung im Saal wurde mit jedem Song besser und im vorderen Bereich gab es erstes Pogen.

https://wonkunit.com/the-wonk/
https://www.facebook.com/wonkunitband

Weiter ging es mit COLD aus Osnabrück welche danach eher etwas düster rüberkamen.

Dies nicht nur musikalisch, sondern auch bezüglich Lichtkonzept und ihrer Vorliebe zum Bühnennebel. Welcher gemäss Drummer zu wenig vorhanden war und nach den ersten Songs jeweils eingefordert wurde.

Auch wenn die Stimmung etwas «ruhiger» wurde, so passte hier wildes rumhüpfen und tanzen auch nicht wirklich. Was aber nicht heisst, dass die Band nicht gut ankam.

Das erste Album wurde von Kritikern hoch gelobt und das nicht ohne Grund.

https://cold666.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/cold666

Dann war es endlich soweit und Zeit für THE BABOON SHOW. Zuletzt gesehen am Greenfield 2018 als mich die Band vollends überzeugte.

Das Quartett aus Schweden startete das Feuerwerk erst so richtig. Frontfrau Cecilia Boström, Frida Stahl am Bass sowie Hakan Sörle an der Gitarre und Niclas Svensson am Schlagzeug wissen wie sie ihr Publikum mitreissen können. In Ihren Songs geht es aber nicht nur ums feiern, sondern es finden sich viele ernste und gesellschaftskritische Themen.

Auch im Dynamo war Frontfrau Cecilia kaum zu bremsen. Tanzen, vom Schlagzeug springen,  und Crowdsurfing waren alle Teil der Show.

Der Funke sprang auch gleich aufs Publikum über und so gab es kein halten mehr. Das Bier fand nicht immer den Weg in die Kehle, sondern wurde im Eifer des Gefechts immer öfters verschüttet. Der Saal tobte und es fühlte sich endgültig an wie vor der Pandemie. Was für ein Montagabend!

Der Kulturschock folgte auf dem Weg nach Hause… als im Zug einige Zünfter ihre Videos des Umzugs laufen liessen – Marschkapellen Musik inklusive. Ja – mein Kontrastprogram im Dynamo war um so vieles besser 

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