the 11th hour – lacrima mortis

Nicht mehr ganz neu, trotzdem interessant. Ed Warby schlägt wieder zu – als Mann für fast Alles…Bereits das erste Album „Burden Of Grief“ hat sehr gute Kritiken geerntet – Grund genug, neue Tracks nachzuschieben. Und einmal mehr ist das Album quasi eine One Man Show. Warby spielt sämtliche Instrumente selbst, einzig bei den Vocals erhält er Unterstützung von Powergrowler Pim Blankenstein, welcher als Sänger von Officium Triste bekannt ist. Warbys bisheriger Kumpel Rogga Johansson quält sich anscheinend seit längerer Zeit mit einer Erkältung herumschlägt. Wo liegt das Problem – growlen und Erkältung schliesst sich doch nicht aus, oder 😉
Was aber kommt heraus, wenn ein Schlagzeuger ein Album aufnimmt und dabei alle Instrumente selber spielt? Ein Doom Metal Werk erster Güte.
Nun ist Doom nicht gerade meine Welt, aber anh̦ren lohnt sich Рzumal man auf iTunes 90 Sekunden pro Song und damit einn guten Eindruck kriegt, bevor man das Teil kaufen muss.
Dabei ist Warby als Hansdampf in allen Gassen bekannt, spielt er doch bei Gorefest und Hail of Bullets noch als Drummer sowie mit Arjen Lucassen bei seinen Prog-Metal-Geschichten Ayreon und Star One

Also, heraus kommt ein Album mit mehrheitlich siebenminütigen und doomtempomässigen Songs über Tod und einsamkeit. Das passt zur tieftraurigen, eund doch brachialen Grundstimmung.  „We All Die Alone“ oder „The Death of Life“ sind nur zwei der eher pessimistischen Titel. Spannend dann wieder Songs wie „Bury Me“ mit seinem Gesang, der choral daher kommt und wirklich an eine Messe erinnert. „We All Die Alone“ wirkt musikalisch schon fast heiter mit einem hellen, fröhlichen Gitarrenintro – bis dann Mördergrowler Blankenstein einfällt.

Ein Album mit sehr melodiösen, versöhnlichen Anteilen aber auch brachialen, extrem schleppenden Songs, welche mein Hörverständnis ziemlich strapazierten. In meiner persönlichen Sammlung muss das Album nicht zwingend sein. Für echte Doomer aber wohl ein absolutes must have. Ich hab schon schlechtere Alben gehört und spannend ist es allemal.

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