SUZI QUATRO – „No Control“ am 29.03.2019

SUZI QUATRO? – SUZI QUATRO! Tatsächlich, die Rockikone der Achtzigerjahre – eine der ersten erfolgreichen Frauen im Business – will es noch einmal wissen und bringt ein neues Album.

Danny Frischknecht
4.5 out of 5

Rock und Bluesrock aus den USA/UK zuhause bei Steamhammer/SPV.


Die Band
bald 69 und kein bisschen leise…

Gibt es so eigentlich nicht, weil Suzi Quatro immer wieder mit anderen Musikern zusammenspielte. Einzig in den Siebzigern war sie mit mehr oder weniger derselben Band unterwegs. Und unterwegs ist die gute Frau schon eine ganze Weile, seit gut 50 Jahren, um genau zu sein. 69 Jahre alt wird die Gute und kann es nicht lassen. Nach wie vor steht die in England und Hamburg lebende Bassistin und Sängerin auf der Bühne oder ist als Schauspielerin präsent.
Wer das „kleine Energiebündel“ aus den Siebzigern kennt, den wundert das nicht. Schon damals hatte das Mädel mit ungarisch-italienischer Abstammung Power für drei und rockte den Jungs ihrer Band um die Ohren.

Die Musik

Längst ist Suzi Quatro mehr als eine Rockerin. Zwar haben sie Tracks wie „Can The Can“ oder „48 Crash“, „The WIld One“ oder „Rock Hard“ bekannt gemacht. Sie war sich aber nie zu schade, um Grenzen zu überschreiten. So war einer ihrer grössten Hits „Stumblin‘ In“, den sie zusammen mit SMOKIE-Sänger Chris Norman performte.
Die ursprünglich klassisch am Klavier ausgebildete Suzi wandte sich aber schon mit 14 Jahren dem Rock zu und ist dem bis heute treu geblieben.

Das Album

„No Control“ ist ihr neuestes Werk, acht Jahre nach ihrer letzten Scheibe „In The Spotlight“.
Damit gar nicht erst falsche Vorstellungen aufkommen, steigt sie gleich mit einer ziemlich fetten Rocknummer „No Soul, No Control“ ins Album ein. Es ist einer von 11 Songs, die sich zwischen Rock, Achtziger Pop Rock und Blues bewegen. Abwechslungsreich ist die Scheibe auf jeden Fall, und dass hier lauter Profis am Werk sind, merkt man nicht zuletzt am Songwriting und Composing der Tracks. Da sitzt jeder Drumbeat, jeder Akkord und jeder Ton.
Stilistisch finden sich Soulelemente – „Strings“ – ebenso wie karibische Klänge bei „Love Isn’t Fair“ oder jazzige Nummern wie „Bass Line“.
Suzy Quatro selber ist Fundament und Dach dieses Hauses. Ihr Viersaiter liefert das satte Fundament und ihre Stimme trägt nach wie vor, klar, präzise und immer noch etwas rauchig – wie vor fünfzig Jahren.

Fazit

Ich geb’s gleich mal zu, ich bin nicht voreingenommen. Ist aber auch egal, weil ich mein eigener Chefredaktor bin…
SUZI QUATRO hat für mich mit JOAN JETT damals zu den ganz heissen Mädels im Rock gehört, nicht nur, weil Frauen damals eher selten auf den Bühnen standen:
„No Control“ ist ein cooles, vielfältiges und musikalisch sehr gutes Album, das sich auf jeden Fall lohnt!
Am 27. Juli 2019 spielt Suzi Quatro übrigens in Fahrwangen am Openair.

Tracklist, Cover

1. No Soul/No Control 
2. Going Home 
3. Strings4. Love Isn’t Fair5. Macho Man 
6 .Easy Pickings 
7. Bass Line 8. Don’t Do Me Wrong 
9. Heavy Duty 
10. I Can Teach You To Fly 11 Going Down Blues

Online


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