STEEL PANTHER im Z7

Am Dienstag 19.02.2019 traten STEEL PANTHER im Z7 auf. Zuerst aber spielten GUS G., um dem Publikum eine Aufwärmphase zu bieten.

Text und Bilder: Alexandra Rothlin
GUS G.

Sie hatten einen ähnlichen Style wie der Hauptact, jedoch waren sie eher schlicht, was ihr Auftreten anbelangte. Ihre Musik war gut, jedoch würde ich sie nie einfach so schauen, ist eher eine Band die man(n) zuhause hört. Die Riffs waren monstermässig. Optisch entspricht GUS G. genau dem, wie man sich eine Metalband vorstellt. Lange Haare, dunkle Kleider, aber herzensliebe Menschen. Ein Lied kam nach dem anderen, es wurde nicht lang um den heissen Brei gesprochen, sondern die Musik stand absolut im Mittelpunkt.

STEEL PANTHER

Die Showmaster STEEL PANTHER wurden Ihrem Namen wieder einmal mehr gerecht. Ich fragte mich, ob die Zahlen von H&M diesen Monat so gut waren, weil so viele Männer Leggins für das Konzert einkaufen gingen. Vor lauter toupierten Perücken war es von hinten eher schwer, die Bühne im Blick zu behalten. Die 4 Männer waren ja nicht das erste und hoffentlich auch nicht das letzte Mal in der Schweiz, aber das erste Mal im Z7. Der letzte Halt in Ihrer Europatour war ausverkauft und die Konzertfabrik drohte aus ihren Nähten zu platzen. Für mich gelten Ihre legendären Auftritte schon fast als Comedyshow! Nebst den Singen wurde viel gesprochen, wobei herumgeblödelt wohl besser passt. Für einige galt dies als Kritikpunkt, wobei man STEEL PANTHER dafür ja kennt.
Bei der OZZY OSBOURN Interpretation des Frontsängers krümmte sich die ganze Halle vor Lachen. Aber ich muss sagen, gut war sie! Und ich meine, welche Frau träumt nicht davon, OZZY in Hautengen Lederleggins zu sehen?
Wenn wir schon beim Thema Frauen sind, passend zu den Textten durften auch Frauen in allen Formen und Altersklassen teil des Auftritts sein. Gut vier Lieder war die Bühne gefüllt mit Frauen, welche sich von der Band um den Finger wickeln liessen. Ein Mann im STEEL PANTHER Partnerlook erkämpfte sich ebenfalls einen Platz auf der Bühne, die Securities waren davon mässig begeistert und begleiteten ihn zurück ins Publikum.
Da fiel das Standardproblem von heutigen Konzerten auf. Viele Fans, (welche sich ja nun auf der Bühne befanden) wollten unbedingt ein Selfie mit Ihren Lieblingsbandmitglied machen. Versteh ich ja auf eine gewisse Art, aber dies lenkte nicht nur das übrige Publikum ab, sondern auch die Band selbst hatte einen, zwei Verspieler da durch. Das Licht war die ganze Show hindurch wunderbar, was mein Fotografenherz höher schlagen liess. Es wurden Balladen gespielt, ebenso wie Metalklassiker. Das Verhältnis zwischen Covers zu eigenen Songs stimmte für meinen Geschmack nicht ganz, dafür war die Balance aus Musik und Witz ausgeglichen.
Man konnte lachen, mitsingen und geniessen im gleichen Mass. Das Konzert war es definitiv wert, den langen Weg nach Pratteln auf sich zu nehmen.