SÓLSTAFIR – “ Drýsill“ Video online

Seit wenigen Tagen ist das neue Video für „Drýsill“ (isländisch für Dämon) online. Das Video wurde unter der Regie von Kim Holm gedreht und erstellt. Animation und FX von David Hall.

Oktober Promotion

Ein Vierteljahrhundert nachdem Sänger/Gitarrist Aðalbjörn „Addi“ Tryggvason das atmosphärische isländische Metal-Quartett Sólstafir mitbegründet hat, folgen sie noch immer ihrer Grundregel – dass es keine Regeln gibt. Für sie fühlt es sich natürlich an, einen epischen 10-minütigen Song ohne traditionellen Vers/Chorus-Abtausch zu schreiben. Ihre Musik fließt seit jeher wie es ihnen gefällt. „Nachdem wir lange eine Metal-Band waren und Phasen von Shoegaze, atmosphärischen Black Metal und Post-Rock durchlebten, fühle ich mich einfach privilegiert, alle meine Lieblingsgenres mischen zu können und damit durchzukommen“, sagt Tryggvason. Im musikalischen Kosmos  von SÓLSTAFIR wirbeln so unterschiedliche Künstler wie die Beatles, Kraftwerk, Darkthrone, Ennio Morricone und Billy Corgan umher und sickern unüberhörbar bis ins Songwriting durch.

(v.l.n.r. Hallgrímur Jón Hallgrímsson, Aðalbjörn Tryggvason, Sæþór Maríus Sæþórsson, Svavar Austmann) – Foto: Gaui-H

Das Cover für das neue Album, „Endless Twilight of Codependent Love“, erinnert sogar an ein berühmtes Smashing Pumpkins-Albumcover. Das Aquarell „The Lady of the Mountain“ ist die weibliche Personifizierung Islands und wurde erstmals1864 von Johann Baptist Zwecker in einem  Buch mit isländischen Volksmärchen veröffentlicht, aber so nie der Öffentlichkeit gezeigt. Den Isländern war dieses Bild bis vor kurzem nur als schwarz-weißer Holzschnitt bekannt bis zwei Isländer das Original in einer walisischen Museumsgalerie fanden, wo es ein Jahrhundert lang aufbewahrt wurde. Jetzt ist es wieder zu Hause und schmückt das Cover des neuen Sólstafir-Albums.
„Jeder Mensch in Island kennt dieses Bild“, erklärt Tryggvason znd plötzlich taucht das Original auf und jeder sagt: „Oh mein Gott, das sind die schönsten Farben, die ich je gesehen habe.“ Und warum erinnert es mich an Smashing Pumpkins „Mellon Collie and the Infinite Sadness“? Das ist also rein zufällig. Als wir dieses Foto sahen, mussten wir es verwenden. Es ist zu schön.“

Während sich die frühen Sólstafir-Texte mit der nordischen Mythologie und Kritik an der organisierten Religion befassten, erkunden die neueren Lieder ihre spirituelle Verbindung mit der Natur und aktuell auch mit psychischen Störungen, die von Depressionen bis hin zu Alkoholismus reichen und mit dem Tabu, das vor allem Männer aus Angst als schwach wahrgenommen zu werden, über solche Themen sprechen.

Cover und Tracklist

1. Akkeri (10:10)
2. Drýsill (08:52)
3. Rökkur (07:06)
4. Her Fall From Grace (06:36)
5. Dionysus (05:31)
6. Til Moldar (04:29)
7. Alda Syndanna (04:30)
8. Or (06:58)
9. Úlfur (08:49)
Bonus tracks
10. Hrollkalda Þoka Einmanaleikans (06:39)
11. Hann For Sjalfur (08:09)