Shortreviews; AMBERIAN DAWN und THE HU

Shortreviews; AMBERIAN DAWN und THE HU

Warum nicht einmal ein Kontrastprogramm im selben Beitrag? Wie wäre es mit klassisch ausgebildeter Klarstimme und Gutturallauten aus der Mongolei?

El Jefe

AMBERIAN DAWN – „Temptation’s Gates“ am 26.06.2026

Symphonischer Powermetal aus Finnland präsentiert sich uns in leicht veränderter Form – oder besser gesagt in leicht verändertem Lineup. Capri (Päivi Virkkunen) hat sich nach eigener Aussage aus zeitlichen Gründen zurückgezogen, Nicole Willerton ersetzt sie an den Vocals. Tuomas Seppälä – Keyboards, Guitar, Emil Pohjalainen – Guitar, Joonas Pykälä-aho – Drums und Jukka Hoffren – Bass, sie stellen den stabilen Boden der Band. Was ist zur neuen Sängerin zu sagen? Einmal, dass sie ihr Handwerk versteht und zum Zweiten, dass sie eine etwas andere Stimmfarbe als Capri hat. Ich persönlich mochte den eher erdigen Sound mindestens so gut wie den höheren, klassischen Touch der neuen Stimme. Nichts desto trotz; die Musik der Band wurde nicht in ihren Grundfesten erschüttert, auch wenn die „engelsgleiche“ Nicole bei „Unchained“ als Neuheit mit einer Growlstimme aufwartet.

Übers Ganze gesehen setzen AMBERIAN DAWN mit „Temptation’s Gates“ wieder eher zu ihren Wurzeln zurück, nachdem ihr letztes Album ja eine Art Tribut für die schwedischen Popgiganten ABBA war – ein Cover, das Popsongs in Metaltracks umwandelte.

Fazit und Empfehlung

Mir gefällt die neue Mischung aus Sopran und Growl, der Sound ist klassischer Symphonicmetal – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich würde mir das Album nicht zwingend anschaffen – weil es nicht meine Kragenweite ist – für den Fan des symphonischen Kraftmetalls sollte es Teil der Sammlung werden – kaufen!

Tracklist und Artwork

1 Temptation’s Gates
2 The Vision of Dreaming
3 Moon
4 Unchained
5 Eternal Flame
6 Life is Art Lyrics
7 This Night is Waiting for Me
8 Undying Colours
9 The Garden
10 Phantasmagoria

Online

WEBSITE FACEBOOK INSTAGRAM TIKTOK NAPALM RECORDS

THE HU – „Hun“ am 24.07.2026

Lineup gefällig? Hier, bitteschön: Enkhsaikhan. B, “Enkush” – Gal horse head fiddle, throat singing – Galbadrakh. TS, “Galaa” – Ayanga horse head fiddle, throat singing – Nyamjantsan. G, “Jaya” – Salhi tsuur, throat singing, jaw harp – Temuulen. N, “Temka” – Baigali tovshuur, throat singing – Jambaldorj. A, “Jambaa” – Solo guitarist – Nyamdavaa. B, “Davaa” – Bass guitarist – Odbayar. G, “Odko” – Drummer – Unumunkh. M, “Unu” – Percussion drummer.
Unabhängig davon, dass ich die Namen korrekt aussprechen kann, ich kann auch die diversen Pferdekopfinstrumente nciht zuordnen. Egal, schliesslich geht es um die Musik.

Die ist – naja, mongolischer Metal halt. Dieses stampfende, archaische und gegrowlte Version Volksmusik aus der Steppe, die einst Europa in Angst und Schrecken versetzte und heute Teil des grossen chinesischen Reiches ist.
Für mich haben THE HU an Faszination eingebüsst. Es ist halt schon so, dass die einzelnen Tracks sehr ähnlich klingen – vom Tempo einmal abgesehen und vom Track „Lost Soul“, an welchem Jonny Hawkins von NØTHING MØRE mitgesungen hat – der klint völlig anders, als der Rest des Albums – und zwar powervoll und spannend – mein Liebling auf der Scheibe. Der Track zeigt ähnlich wie „Black Thunder“ mit SERJ TANKIAN und DL von den BAD WOLVES, dass der Band Kooperationen guttun, die Synthese ihres ursprünglichen Sounds mit anderen Spiel- und Klangformen.

Fazit

Wie gesagt; für mich ist die Faszination zu einem grossen Teil weg. Das Album kommt definitiv nicht über den Erstling hinaus und bietet mir zu wenig Entwicklung gegenüber dem, was die Band bisher geleistet hat. Kann man kaufen, muss man aber nciht.

Tracklist und Artwork

1. Warrior Chant
2. Lost Soul feat. Nothing More*
3. The Men
4. Echoes of My Father
5. Shadow
6. Horsemen
7. Greed
8. The Real You
9. Grey Hun
10. Universe (8:43)
11. Second Face (3:31)
*‚Lost Soul‘ in der featuring Version mit Jonny von NOTHING MORE nur in der digitalen Version des Albums erhältlich.

Online

Website | Instagram | Twitter | Facebook | YouTube |
Spotify | Apple Music | Amazon | Deezer | Pandora