Sabaton Open Air 2018 Freitag

Den Freitag starteten wir mit einem verspäteten Frühstück an einem der Essenstände. Für mich gab es, natürlich nur um mich gebührend auf die erste Band vorzubereiten, frisch zubereitetes Langos.

Text: Rea Sigg | Fotos: Claudia Chiodi

Damit waren wir ausreichend gestärkt und bereit für gute Musik.


DALRIADA

Extra aus Ungarn angereist, war eine der populärsten Bands des Landes. DALRIADA hat den Anspruch, die schwierige Synthese zwischen Metal und ungarischer Folkmusik zu erreichen. Dass sie dies mit ihrem Folkmetal absolut schaffen, davon konnten sich die Besucher des SOA live überzeugen. Auch von sprachlichen Hindernissen, sind die Texte der Band doch hauptsächlich Ungarisch, liess sich niemand die Feierlaune verderben.


BEAST IN BLACK

Als Anton Kabanen 2015 seine damalige Band BATTLE BEAST verliess, gründete er kurz darauf eine neue Band. Wie bei seiner Vorgängerband beschäftigt sich BEAST IN BLACK thematisch stark mit der Manga-Serie Berserk. Ob man diese Ähnlichkeit der Songinhalte nun gut oder schlecht findet, ist jedem selber überlassen. Das Publikum am SOA störte sich auf jeden Fall nicht daran, sondern feierte kräftig und textsicher mit.


REINXEED

Im Jahr 2000 unter anderem durch Tommy Johanson gegründet, haben REINXEED einige turbulente Zeiten hinter sich. Seit 2013 war es dann komplett still um die Band. Damit hatten sie am SOA den ersten Auftritt nach 5 Jahren. Doch davon war der Band nichts anzumerken. Gekonnt rockten sie die Stage und hatten das Publikum problemlos im Griff. Wie uns an der gleichentags stattfindenden Signing Session versichert wurde, wird REINXEED bald wieder öfters auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu sehen sein.


HULKOFF

HULKOFF ist das 2017 gegründete Projekt von Kurt Pär Einar Hulkoff, dem Frontmann von RAUBTIER. HULKOFF vereinigen Country und Metal zu ihrem ganz eigenen Sound. Mich persönlich haben sie weder musikalisch noch performerisch überzeugen können. Als Lokalhelden wurden sie jedoch vom Publikum begeistert bejubelt.


BOMBUS

Die Göteborger Formation feiert dieses Jahr ihr 10 jähriges Bühnenjubiläum. Entsprechend souverän zeigten sich die 4 auf der Bühne. Interessantes Detail: Die Band hat zwei gleichberechtigte Sänger, statt einen einzelnen Fronter. Die Mischung aus Heavy Metal, Hard Rock und Punk, welche den Sound von BOMBUS ausmacht, war interessant. Allerdings haben sie mich nicht komplett für sich einnehmen können.


TYR

Auch die Färöer von TYR befinden sich in einem Jubiläumsjahr, allerdings feiern die Tórshavner bereits ihren 20. Geburtstag. TYR sind bekannt für ihren eher langsamen Heavy Metal gemischt mit typisch färöerischen Balladen. Dass sie bei ihrer Musik ausschliesslich auch Klargesang setzen und das genretypische Growling komplett fehlt, ist in meinen Augen einer der Reize ihrer Art von Viking Metal. Nicht nur ich war von der Band begeistert, auch das Faluner Publikum liess sich von der ersten Sekunde an mitreissen.


ORDEN OGAN

Aus Deutschland angereist waren die Melodic Metaller von ORDEN OGAN. Für mich war es der erste Liveauftritt der Band, allerdings hatte ich schon viel positives über die Arnsberger gehört. Entsprechend gespannt war ich auf den Auftritt. Woran es genau gelegen hatte, kann ich gar nicht festmachen, allerdings haben sie mich nicht so ganz von sich überzeugen können.


THE DARKNESS

Mit ihrer Mischung aus Hard Rock und Glam Rock versuchte THE DARKNESS die Fans am Sabaton Open Air von sich zu überzeugen. Bei mir gelang ihnen das nicht so ganz, denn viel ist vom Auftritt nicht hängen geblieben. Die Engländer lieferten zwar eine solide Show, doch herausstechende Elemente fehlten mir irgendwie.


NOCTURNAL RITES

Mit NOCTURNAL RITES erwartete uns zum Abschluss der Nacht nochmals eine gehörige Portion Power Metal. Die Band wurde ursprünglich als NECROMONIC gegründet und spielte damals vor allem Death Metal. Im Laufe der Jahre wandelte sich ihr Stil aber, bis sie beim Power Metal angekommen waren. Ihre Show war der krönenden Abschluss eines grossartigen Freitags und wurde von den Fans entsprechend gefeiert.

Für uns war damit schon wieder Feierabend. Wir kehrten in die Unterkunft zurück, wo wir unsere photographische Ausbeute sicherten und erste Durchsichten vornahmen. Doch bald schon hiess es, das Bett aufzusuchen. Schliesslich würde der Samstag nochmals lange, anstrengend, aber bestimmt auch grossartig werden.