Sabaton Open Air 2018 Donnerstag

Der Donnerstag begann erst am späteren Nachmittag. Zeit genug also, um uns zu erholen, Einkäufe zu tätigen und die ersten Fotos zu sichten.

Text: Rea Sigg | Bilder: Claudia Chiodi

Als wir beim Festival ankamen, wartete schon eine lange Schlange auf den Einlass. Glücklicherweise ging dieser relativ schnell vonstatten, so dass wir nach wenigen Minuten bereits das Gelände betreten konnten. Nun wurde auch klar, warum schon so viele Leute da waren. Vor dem Bereich für die Signing Session bildete sich eine lange Schlange, um auf Sabaton zu warten.

Wir wurden bereits vorgewarnt, dass gegen die erste Band des Abends ein Konglomerat von STEEL PANTHER und ALESTORM völlig harmlos wären. Entsprechend gespannt warteten wir also auf die erste Show.


TROLLFEST

Ein erster Hinweis auf die Verrücktheit der Band gaben schon die vielen Luftballons, die an Mikroständern und Monitoren angebracht worden waren. Spätestens aber als Sänger Trollmannen mit einem Hut aus Luftballonschlangen auf die Bühne kam, war klar, TROLLFEST haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Trotz aller Verrückheit beherrschen die norwegischen Trolle ihr Metier und so begann der Abend mit einer Party, die diesen Namen auch wirklich verdient hat.


THUNDERMOTHER

Weiter ging es mit schwedischem Hardrock der All-female Band THUNDERMOTHER. Obwohl die Mädels sich bemühten, Party zu machen, waren die technischen Probleme fast schon übermächtig. Das Feedback pfiff uns teilweise heftiger um die Ohren, als es die Gitarrenriffs von Bandgründerin Filippa Nässil vermochten. (Claudia: Eigentlich schade, die Damen haben sonst ganz gut was rausgehauen!)

Im Hintergrund wurde die Schlange für die Sabaton Signing Session nicht wirklich kürzer, obwohl die Band schon seit über einer Stunde für ihre Fans da war.


SVARTSOT

2005 aus Überbleibseln der Band SKOLL gegründet, haben sich SVARTSOT dem Death- und Black Metal verschrieben, immer wieder kombiniert mit Elementen aus der nordischen Folkmusik. Da auch sie mit technischen Soundproblemen zu kämpfen hatten und mich ihre Musik allgemein nicht zu überzeugen vermochte, verzichtete ich nach dem Verlassen des Foto-Pits darauf, das Konzert zu Ende zu sehen.


PRIMAL FEAR

Aus Deutschland angereist war eine der ganzen grossen Bands des Power-Metals, welche dieses Jahr ihr 20 jähriges Jubiläum feiert. Doch von dem „hohen Alter“ war PRIMAL FEAR überhaupt nichts anzumerken. Die Band rockte die Prima Victoria Stage. Sie liess sich auch nicht aus dem Konzept bringen, dass die Autogrammjäger nach der fast zweieinhalb stündigen Signing Session von Sabaton das Gelände in Scharen verliessen. Im Gegenteil schien es die Band nur noch mehr zu beflügeln, den verbliebenen Metalheads eine einmalige Party zu bieten.


SEPULTURA

Dann wurde es Zeit für den Headliner des Abends. Natürlich fanden wir uns wieder im Pit bzw. vor der Bühne ein. In Belo Horizonte vor mehr als 30 Jahren gegründet, machten SEPULTURA in ihrer Bandgeschichte manchen Wandel durch. Dennoch blieben sie immer ihren ursprünglichen Wurzeln des Thrash Metals treu. Entsprechend boten sich auch den Fans den SEPULTURA-typischen Thrash Metal und die Menge liebte sie dafür.


CIVIL WAR

2012 von mehreren ehemaligen SABATON-Mitgliedern gegründet, besingen CIVIL WAR in ihren Texten historische Ereignisse, ohne sich dabei auf Kriegsgeschichte zu begrenzen. Keyborder Daniel Mÿhr sagte einmal über seine Band, sie seien eine Mischung aus ein bisschen SABATON und ein bisschen DIO. Für mich konnte der Abend nicht besser zu Ende gehen, Power Metal zum Abschluss geht immer. Auch den Besuchern gefiel es, wenn man nach den Zugabe-Rufen geht.

Bis wir zurück in unserer Unterkunft waren, war es schon drei Uhr morgens. Fast schon Zeit also, um sich für den vollgepackten Freitag bereit zu machen. Doch ein paar Stunden Schlaf gönnten wir uns trotzdem noch.