Rocknacht in der LOUCY EVENTHALL in Chur

Eine Rocknacht in Chur mit klassisch treibendem Rock aus Schweden, dem Wallis sowie einem lokalen Act der in vielem anders war und dennoch rockte.

Text und Bilder Alice Malherbe

Trotz Oktoberfest in der Nähe fanden sich neben Rocknews.ch am Freitagabend noch knapp weitere 100 Fans der Rockmusik im Laufe des Abends in der Loucy Eventhall ein.
Eine kleine aber feine und teils liebevoll dekorierte Konzertlocation mit einer wirklich guten Akustik. Was nicht immer selbstverständlich ist.

Den Anfang machten an diesem Abend WORRY BLAST welche mit ihrem dritten Album (aus 2018) unterwegs waren.

Die versierten Musiker boten dem anwesenden Publikum feinsten 70er Jahre Rock auf hohem Niveau. Der Leadgitarrist schien total in der Musik versunken zu sein ohne das Publikum wirklich wahr zu nehmen. Das Publikum war noch etwas verhalten, dennoch gab es Kopfnicken und Fusswippen im Takt und es fanden sich immer mehr Zuschauer vor der Bühne ein, so auch Filipa Nässil von THUNDERMOTHER.

Wer auf Sound im AC/DC Stil steht sollte sich den Namen WORRY BLAST definitiv merken – sind live sowie auf CD absolut hörenswert.

https://www.worryblast.com

Die lokalen Helden des Abends waren OKTO VULGARIS und hatten auch die meisten Fans dabei. Ein wenig Wohnzimmer Atmosphäre wurde durch eine alte Kommode sowie zwei kleinen rote Tischlämpchen verbreitet. Auch der Mikroständer der Sängerin war mit einem Mix aus Blumen und Totenköpfen verziert.

Der Sound – Tube Rock – wie sie ihn nennen – ist eine Mischung aus Stone-, Blues- und Hardrock. Vier Mitglieder – vier Meinungen sowie Geschmäcker und alle schreiben an den Songs mit. Lässt sich in keine gängige Schublade stecken, daher haben sie wohl auch gleich eine eigene Kommode dabei.

Die Sängerin ist Barfuss, der Drummer steckt in einer Pferdekopf Maske zu Beginn des Konzertes. Gegen Ende wurde Seifenblasen Wasser verteilt mit dem Auftrag fleissig Seifenblasen zu produzieren. Dem kamen alle im Publikum nach inkl. der Gitarristin und Bass Spielerin der letzten Band des Abends.

Die Stimmung war gut und gelöst auf und vor der Bühne.

https://www.facebook.com/oktomusic/

Zeit für THUNDERMOTHER welche an diesem Abend bereits viel Spass hatten im Publikum der beiden voran gegangenen Bands.

So betraten sie dann auch gut gelaunt die Bühne und legten gleich richtig los. Dennoch wollte die Obwohl es einige Fans im Publikum hatte, wollte die Stimmung nicht so richtig aufs Publikum übergehen. Nur vereinzelt wurde getanzt und einige pogten auch mal.
Die Drummerin Emlee Johansson musste nach zwei Songs ihr Handgelenk einbinden lassen – wahrscheinlich eine Begleiterscheinung der vielen Live Auftritte welche THUNDERMOTHER in diesem Jahr absolviert hatten.

Zur Abwechslung benützte die Gitarristin und letztes Gründungsmitglied der Band, Filippa Nässil, an diesem Abend keine Bierflasche zum Gitarre spielen, sondern die Weinflasche von Sängerin Guernica Mancini. Auch der obligate Abstecher ins Publikum durfte nicht fehlen. Einige Mitglieder der vorherigen Bands standen ebenfalls im Publikum und hatten ihren Spass dabei.

www.thundermother.com

Ein schöner Abend mit gutem Sound ging zu Ende. Etwas mehr Publikum wäre schön gewesen – für die Bands und die Stimmung im Lokal.