MaYaN in der Hall of Fame

MAYAN und Hall of Fame passt ja sowieso wie Faust auf Auge, und wenn wir von dem Club im Zürcher Oberland reden, für mich umso besser!

Text und Bilder: Claudia Chiodi

Letzten Freitag besuchte ich das erste Mal dieses Jahr den Rockclub in Wetzikon, es wurde langsam Zeit und mit einer Band wie MAYAN als Headliner gab es keinen guten Grund, fern zu bleiben. Alle drei Bands würde ich das erste Mal live performen sehen, also einiges an Überraschungspotential.

HOLY SHIRE

Die Fantasy Metal Band punktet bei mir vor allem mit ihren beiden so verschiedenen Frontfrauen, im Auftreten und auch stimmlich. Auf der einen Seite Claudia mit der Unicorn Voice, klassisch und klar, eine eher ruhige optische Erscheinung. Im Gegensatz dazu Aeon als Dragon Voice, eine Rockröhre durch und durch. Mit Kima and der Querflöte ist auch noch eine dritte Frau am Start und verleiht der Band eine zusätzliche kleine Besonderheit im Sound. Eine interessante Vorstellung, die auch ein kleiner Lapsus des Drummers nicht trüben konnte.

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NEW HORIZONS

Die erste Überraschung lieferte der Sänger, welcher so gar nicht wie auf der Facebook Seite der Band aussah. Kein Wunder, er ist auch nicht derjenige welcher auf der Seite aufgelistet ist. Eine nachträgliche Recherche hat aber leider nicht viel Weiteres hervorgebracht, rudimentäre italienisch Kenntnisse und automatischer Übersetzer sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Wie auch immer, die Proband lieferte auf jeden Fall über weite Strecken einwandfrei ab, handwerklich und stimmungstechnisch. Einige wenige Passagen wirkten (noch) nicht zu 100% homogen, aber der mir gefielen sie.

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MAYAN

Das Line Up der Band liest sich ja ein bisschen wie das Who is Who der niederländischen Metalszene mit Frauenpower aus Italien, das Können steht also ausser Frage, schon vor dem ersten Ton. Dass diese Band für alle auch ein Herzensprojekt ist, merkt man von Beginn weg, ich wusste vorher nicht, dass Dauergrinsen und Growling zusammen geht. Hier wird eine Party gefeiert, vor und auf der Bühne. Auch wenn sich die Sänger immer wieder abwechseln, mal einzeln, mal gemeinsam für Stimmgewalt sorgen, wird auch am Bühnenrand und im Hintergrund die Mähne weiter geschüttelt. Da nicht alle ein Funkmikro hatten, gab es auch schon mal etwas Kabelsalat mit Stolperpotential, sehr zur Belustigung aller Anwesenden (vor allem, da das Stolpern dann doch noch vermieden werden konnte). Und nicht nur Songs von MAYAN selber drangen an unsere Ohren, sondern auch ein paar Kostproben der anderen Bands der Musiker wurden interpretiert. Ganz ohne Special Effekts wie Feuer, aufwändige Bühnenkostüme und choreographierte Interaktionen stand hier die Freude an der Musik, den Spass am Spielen und herausragende „handwerkliche“ Fähigkeiten im Mittelpunkt. Einfach Metal pur, ein Leckerbissen für den Musikliebhaber!

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Fazit

Eigentlich ganz einfach, wie es so manch einer an diesem Abend dachte und sagte: Jeder der nicht da war, ist selber Schuld! So etwas bekommt man nicht alle Tage geboten.

Ich war etwas überrascht, dass der Laden nicht brechend voll war, wenn solche Namen aufspielen, dafür gab es nach der Show noch genug Zeit und Luft, um mit Musikern zu reden, Fotos zu machen und so manches unterschreiben zu lassen.

Danke an das Team der Hall of Fame, die Künstler und alle Anwesenden für diesen wirklich tollen Abend. 

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