KILLSWITCH ENGAGE „Unleashed“

Mit dem zweitletzten Konzert, welches in Basel am 9. November stattfand, setzte KILLSWITCH ENGAGE klare Zeichen für kommende Veranstaltung.

Text Fabian Hofmann, Bilder Alexandra Rothlin
Hinweis; demnächst gibt es in diesem Kino ein Interview, das Fabian mit KILLSWITCH ENGAGE führen konnte…

Geradewegs nach dem Konzert ging es weiter zum letzten Tourstopp, nach Nürnberg. Danach geht es für die Jungs in die wohlverdienten Ferien, welche eine Auszeit in ihrem Leben darstellen. Doch wie war das letzte Konzert und warum sollte man beim nächsten Mal KILLSWITCH ENGAGE auf keinen Fall verpassen.

Doch bevor ich auf das eingehe, möchte ich noch auf die beiden Vorbands zu sprechen kommen. Das Konzert war gut besucht und somit konnten Tenside und Revocation vor einigen hundert Leuten auftreten. Das führte dazu, dass auch die Vorbands ordentlich Stimmung machten.

Um näher darauf einzugehen; TENSIDE war zuerst dran. Mit ihrem harten, groovigen Metalcore fiel es den Menschen nicht schwer, nachzuvollziehen warum TENSIDEauf der KILLSWITCH-Tour mit dabei waren. Auch wenn viele die Lieder den meisten gänzlich unbekannt waren, kann sich die Band auf einen unterstützenden Fan-Zuwachs freuen. Ich für meinen Teil werde sicherlich noch in die Alben reinhören. Fernab von glamourösen Auftritten zieht die Band schon seit Jahren ihr Ding durch und konnten nun schon einige Erfolge verbuchen. Die Mischung vom groovigen, modernen Metall mit alten und neuen Stilelementen war sehr interessant und erschien in der Kombination überaus gelungen.

https://www.facebook.com/TENSIDE/?ref=page_internal

Die zweite Band namens REVOCATION verfügte stattdessen über ein unglaubliches Potenzial. Die Gitarrensoli, welche für einige die Zerstörung der Finger mit sich bringen würde, jagten einander regelrecht auf der Bühne nach. REVOCATION würde man im Allgemeinen als eine Mischung aus Technical Death Metal und Trash Metal darstellen. Da die unterschiedlichen Schlagzeugsalven zwar anspruchsvoll waren, aber nicht immer zu der Spielart der anderen Instrumente mir passend erschienen, empfand ich Probleme ein gutes Gesamtbild von REVOCATION zu haben. Die Arbeit eines jeden Einzelnen erschien mir gelungen, aber immer wieder schlich sich das Gefühl ein; dass die Band aus unbekannten Gründen nicht perfekt ineinandergriff.

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Das neue Album von KILLSWITCH ENGAGE ist jedenfalls genauso gut bei Fans und Kritikern angekommen, wie das Konzert am neunten November. Die Band rund um Jesse Leach verfügt über die alte, längst verloren geglaubte Energie. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die Zuschauer mitgerissen werden konnten. Ein Hit jagte den anderen und die Bandmitglieder interagierten mit dem Publikum auf klare freundliche Weise. Wichtig ist für mich persönlich auch die Dankbarkeit gegenüber den Fans auszudrücken, was jedoch genauso klar und wichtig für die Einzelnen Mitglieder der Gruppe war. Die Fans gaben auch enorm viel zurück, denn man konnte viele begeisterte Menschen hörbar vernehmen, die jede einzelne Zeile eines jeden Liedes auswendig kannten. Das zeigt oftmals sehr anschaulich, wie fest sich Menschen mit einer Band auseinandersetzen und sich gleichzeitig identifizieren können.

Die Band spielte die Songs genau gleich wie auf den Platten. Natürlich mit kleinen, spontanen Änderungen oder Phrasierungen, aber man konzentrierte sich darauf ein gutes bis sehr gutes Allgemeinbild abzuliefern. Die von Pinch Harmonics, Bendings und Two-Hand-Tapping nur so strotzenden Liedern wurden ausgezeichnet gespielt. Am Beeindruckendsten war jedoch Jesse Leach aus folgendem Grund; im letzten Jahr hatte Jesse eine grosse Operation an den Stimmbändern, was zu drei Monaten Intensivtraining der Stimme nach sich zog. In dieser Zeit lernte Jesse seine Stimme zu verzerren ohne Angst haben zu müssen, dass er seine Stimme zerstört. Die Qualität der neuen, mächtigen Schreie, sind eine wahre Wohltat für einen an das Schreien gewöhnten Hörer. Es lohnt sich auch bei solchen Dinge einmal näher hinzuhören.