GREENFIELD – Freitag mit Melanie

Der Cheffe hat sich abgesetzt und Newby Mel alleine gelassen. Dass sie das allein meistert, war aber eigentlich klar.

Bilder und Text Melanie Mallepell

Heute gibt’s gleich einen kleinen Sprung nach vorne, berichten werde ich ab BAD RELIGION. Ich hab ich mich immer mal wieder beim Festival hin und her bewegt, nachdem ich schon circa 2l Wasser getrunken habe. Morgen soll es noch heisser werden. Ich weiss nicht, ob es Einbildung ist, aber heute scheinen mir die Festivalbesucher noch besser gelaunt als gestern, passt zum sonnigen Wetter.

Bald kommt auch schon nach meinem hin und her laufen BAD RELIGION auf die Jungfrau Stage. Sie legen dann sogleich los und schmettern einen Song nach dem anderen über die Bühne. Die Bandmitglieder sind mit vollem Elan dabei, das merkt man auch schön daran, wie sie mit den Zuschauern agieren. Eine tolle Stimmung, die sich weiterzieht und anhält.

Nun geht’s schnell zum Eiger Stage, um BLACKOUT PROBLEMS nicht zu verpassen. Die Alternativ-Rock-Band aus München ist richtig gut, Bandsänger MARIO RADETZKY entscheidet sich kurzerhand dazu, sich mitsamt Mikro unter die Leute zu mischen und dort weiterzusingen. Das kommt extrem gut an. Hier rocken die Leute richtig mit, die Atmosphäre könnte nicht besser sein. BLACKOUT PROBLEMS ist wirklich sehr gut, es macht Spass hier zu sein. Cooler Auftritt, sympathische Band. Hut ab.

Mit ALESTORM ist nun eine Band am Start, die nicht aufgedrehter sein könnte. Die Quietscheente in überdimensionaler Grösse auf der Bühne ist ja mal ein richtiger Hingucker. Da hab ich natürlich gleich mal ein Foto gemacht. Sänger und Keytar-Spieler CHRISTOPHER BOWES ist übrigens auch bei GLORYHAMMER mit dabei, als Keyboarder. GLORYHAMMER hat auch heute schon auf der Bühne gestanden, den Auftritt habe ich allerdings nicht gross mitverfolgt. Nebst anzüglich angespieltem Zungenspiel mit Gitarrist MÁTÉ BODOR und darauffolgendem Jubel gefällt den Zuschauern (und mir) der Folk-Metal ausgesprochen gut.

Auf BURNING WITCHES bin ich sehr gespannt. Die fünfköpfige Frauengruppe aus der Schweiz widmet sich vor allem dem Power-Metal. Gefallen tuts. Sängerin LAURA GULDEMOND kommt sogleich auf die Bühne mit einer Hammer Gesangseinlage, der Wahnsinn. Es schwingen viele Haare durch die Luft und wie sich BURNING WITCHES so auf der Bühne präsentiert hat was wahnsinnig Magisches (passend zu Witches) an sich. Diese Power zieht sich die ganze Show durch. Mir gefällt die Schweizer Band sehr gut, empfehlenswert finde ich sie auf jeden Fall. Auch zum Fotografieren hat mir BURNING WITCHES verdammt Spass gemacht.

Bei der nächsten Band handelt es sich um HEAVEN SHALL BURN. Die Band aus Deutschland legt auch sogleich los mit einem astreinen Auftakt. Nebst gewaltigen Songs kommt auch Pyrotechnik ins Spiel. Die Hitze kommt nun nicht nur von der Sonne allein, sondern sogleich noch vom Feuer, das rote Hemd von MARCUS BISCHOFF bleibt nicht lange an. Einmal ist er dann auch noch fast zu nah ans Feuer geraten. Gefährliche Sache. Die Leute lieben die Show, der Auftritt ist krass und heiss (wegen dem Feuer, ja).

Nebenbemerkung: Mir gefallen die langen Haare von MARCUS BISCHOFF sehr gut. Gibt ein Like von mir. Auch der Auftritt kriegt natürlich ein grosses Like!

Zum Schluss ist VOLBEAT angesagt. Dieser Band habe ich heute schon entgegengefiebert. Ich freu mich wahnsinnig drauf und werde auch nicht enttäuscht. Der Auftritt ist toll, die Band ist super. Die Leute feiern lautstark mit, ab und zu kommen wieder Crowdsurfer nach vorne. ROB CAGGIANO, Gitarrist der Band, fällt mit seiner Körperhaltung stark auf, von ihm lassen sich auch die besten Fotos machen. Nebst der geilen Musik macht VOLBEAT einen äusserst sympathischen Eindruck. Als Abschluss von Tag 2 wirklich keine schlechte Wahl, so kann ich definitiv gut schlafen. Oder auch nicht. Gibt nämlich viel zu erleben hier beim Greenfield.

Und das Fazit für den heutigen Tag hier: neben einer wirklich gut gemeinten Umstellung der Temperaturen in die Höhe sind die Bands heute wirklich gut ausgewählt und die Auftritte schaut man sich gerne an und bleiben in Erinnerung. Mir haben alle Bands, von denen ich heute berichtet habe, ausgesprochen gut gefallen. Nebenbei einen Dank an die Sani-Zelte, dass ich nicht verbruzelt bin und krebsrot wurde, da ich natürlich meine Sonnencreme im Zelt vergessen habe und mich dort schnell wieder eindecken konnte. Morgen geht’s weiter mit dem letzten Festivaltag. Da werd ich schon fast ein bisschen sentimental.