GREENFIELD – Donnerstag die Zweite

Hier gibt es als Ergänzung zum ersten Bericht noch die Sicht von Melanie sowie das Bidlmaterial zu DANKO JONES und KORN.

Text und Bilder Melanie Mallepell

So, nun kommt hier mein Debüt als Journi und sogleich als Konzertfotografin bei Rocknews! Ein bisschen nervös ans Schreiben wagen, das gehört dazu. Aber da erinnere ich mich doch glatt an meinen ehemaligen Multimedialehrer, der meinte, das kommt doch schon ganz gut mit diesen Fotos und so. Beruhigt mich wieder. Das ist gut. Tiptop. Ich geb jetzt 150%. Nun aber genug Geschwafel, hier kommt der zweite Part für den Donnerstag vom Greenfield 2022!

Nach zwei langen Jahren Wartezeit ist nun endlich wieder GREENFIELD angesagt. «The Reanimation» genannt. Besuchen tue ich das Festival heute mit Danny.

Den Auftakt machen um 14:00 Uhr sogleich auch traditionell die ALPHORNBLÄSER. Dies mit einer Version von «W. Nuss vo Bümpliz» von PATENT OCHSNER. Ich hör’s leider nur aus der Ferne aber ich finds auch von meinem derzeitigen Aufenthaltsort richtig gut.

Besucher und Bands lassen sich vom immer wieder auftauchenden Regen nicht stören, es wird jetzt gerockt! Da gibt’s die einen mit Poncho (wie ich, Regenjacke blieb zuhause, upps), dann eben welche, die die Regenjacke nicht vergessen haben und die ganz Harten, ohne Regenschutz.

Die erste Band, die ich heute sehe, ist ME FIRST AND THE GIMME GIMMES, einer Band, die etwas fetzigere Covers von Songs macht. Die Menge ist voll dabei, wie etwa beim Cover von «Jolene» von DOLLY PARTON. Genres wie Country werden durch ME FIRST AND THE GIMME GIMMES viel rockiger. Ich mag die Band mit ihrem Auftritt, zieht mich aber nicht grossartig mit. Ich brauch peppigeres. Die Coversongs mag ich aber trotzdem voll gerne.

Mit GOGOL BORDELLO, einer Gypsy-Punk-Band aus New York, ist eine Band am Start, welche traditionelle Roma-Musik mit Punk mischt. Und da kommt auch gleich meine Anmerkung dazu, dass ich mir das unbedingt nochmal anhören will. Ich finds einen interessanten Musikstil und hör da gerne noch genauer rein. Die Band ist toll, irgendwie, aber die Stimmung könnte ein bisschen mehr Energie vertragen, wie ich bemerke… So ein Gefühl.

Und dann kommen die ELECTRIC CALLBOYS. Live habe ich sie noch nicht gesehen und freu mich deshalb riesig. Und kaum stehen sie auf der Bühne, da fegt es einem auch schon eine gewaltige Ladung an Power um die Ohren bei dieser Band. Mit Liedern wie «Pump It» und «Spaceman» geht die ganze Meute richtig ab! Auch die immer wieder wechselnde Kleidung der Band macht den Auftritt echt spassig. Mit den Vokuhila Perücken sowie «Hypa Hypa» ist die Stimmung in einem Riesenhoch, besser geht’s nicht. Die sechsköpfige Band aus Deutschland ist bunt und laut! Alle liebens, ich liebs, richtig geil! Hier wurde wohl gerade richtig die Festivalstimmung angekurbelt, rundum ist die Stimmung der Wahnsinn.

POWERWOLF sind bekannt für Power-Metal, welches Genre ich echt gerne höre. Dennoch bleibe ich da nicht zu lange, weil’s mich grade nicht so mitreisst. Die ersten paar Lieder waren dennoch gut, mag ich doch das Genre und ihren Auftritt. Könnte aber sicher besser sein, auch wie ich bereits von einigen Leuten vernommen habe.

Mit THE OFFSPRING ist eine wohl sehr vielen Festivalbesuchern Punk-Rock-Band dabei. Die Leute sind dabei, bekannte Songs werden gespielt. Viel dazu sagen kann ich aber nicht, das tut mir irgendwie auch leid. Aber der Auftritt ist nicht so das, was ich mir erhofft habe. Eventuell habe ich auch einfach zu viel erwartet.

DANKO JONES weiss sich zu verstehen, wie gute Songs noch besser auf der Bühne zur Show getragen werden. Die Leute sind am Mitfiebern, Crowdsurfing ist im Gange. Die Band mit gleichnamigem Frontmann kommt aus Kanada und macht empfehlenswert gute Musik Richtung Hard Rock und Punk. Mir gefällt der Auftritt echt gut, eine tolle Band.

Zum Schluss steht die Band KORN an, einer der Hauptacts. Wahnsinniger Bühnenauftritt, viele Dreads, beziehungsweise Haare, die durch die Lüfte schwingen, krasse Gitarrenriffs und gewaltige Songs. Die Festivalbesucher liebens, feiern ausgelassen mit entstehenden Moshpits. Die Erwartung der Leute an die Band wurde somit sicher zu 100% erfüllt. KORN packt die Menge, die Menge liebt KORN. Hammer! Ein verdienter Hauptact.

Fazit vom ersten Tag? Voilà: Mit all den vielen und zum Teil sehr guten Bands und der ausgelassenen und ansteckenden Feierstimmung ist für einen ersten Festivaltag ausreichend gesorgt worden. Dem Wetter wurde entgegengetrotzt, dann wurden halt Gummistiefel, Ponchos und Regenjacken getragen und im Schlamm gestampft. Davon liess sich niemand abbringen. Mit den weiteren Partymöglichkeiten wie dem Rockstr, Shelter 666 und dem «BRAVO»-Zelt ist gedient. Das wird eine lange Nacht.