ELUVEITIE – die Kelten sind zurück

ELUVEITIE sind ELUVEITIE sind ELUVEITIE – und das muss kein Nachteil sein, wie das neue Album der Schweizer Folk-Metal-Helden beweist, das am 05.04.19 von der Kette gelassen wird.

Danny Frischknecht
5 von 5

New Wave Of Folk Metal mit Wumms aus der Schweiz, zuhause bei Nuclear Blast. Englische Übersetzung unten – english version below!

Die Band

ELUVEITIE sind weit über die Schweiz hinaus eine Referenz für intelligenten Folk oder Pagan Metal. In den letzten zehn Jahren hat sich aus einer unbekannten Band aus dem Raum Winterthur eine Metalinstitution herangebildet, getragen von der Kreativität des Frontmannes Chrigel Glanzmann. Da er – wie er selber immer wieder betont – nicht Notenlesen und deshalb auch nicht „klassisch“ komponieren kann, ist das umso erstaunlicher. Es liegt wohl in seinem Gespür, sich immer wieder die passenden Musikerinnen und Musiker zu suchen.
In einer Band mit so vielen Mitgliedern ist es auch nicht verwunderlich, dass es immer wieder Veränderungen im Lineup gibt. Das eine oder andere Mal haben die Fans wohl auch gezittert, ob es das Ende der Band bedeutete. Das letzte Mal bestimmt vor zwei Jahren, als sich mit Merlin Sutter, Ivo Henzi und Anna Murphy gleich drei Mitglieder der ersten Stunde verabschiedeten und die neue Band CELLAR DARLING gründeten. Chrigel Glanzmann hat es erneut geschafft, die Lücken zu schliessen und ELUVEITIE im alten Glanz erstrahlen zu lassen.

Die aktuelle Besetzung sieht so aus:
Kay Brem – Bass | Rafael Salzmann – Gitarre | Michalina Malisz – Drehleier | Nicole Ansperger – Geige | Chrigel Glanzmann – Gesang, Whistles, Mandola, Dudelsack | Fabienne Erni – Gesang, keltische Harfe | Matteo Sisti – Whistles, Dudelsack, Mandola, Bodhran | Alain Ackermann – Schlagzeug | Jonas Wolf – Gitarre

Das Album „Ategnatos“

Ich weiss noch genau, als ich die Review zum Album „Everything Remains As It Never Was…“ geschrieben habe. Meine erste Review für das, was heute ROCKNEWS ist und mein „Bewerbungsschreiben“ für STORMBRINGER, die mich damals als Mitglied in ihre Redaktion aufnahmen und mir viele Türen öffneten. Ich war begeistert und mir sicher, dass hier etwas geboren war, das noch gross werden würde. Bei meinem ersten Liveauftritt der Band im Bierhübeli Bern und dem ersten Interview mit Chrigel Glanzmann im Z7 Pratteln verstärkte sich dieser Eindruck.
Und jetzt legt die Kapelle ein neues Album vor, einmal mehr ein Konzeptalbum in dem Sinn, dass eine inhaltliche Einheit da ist, ohne eine explizite Geschichte zu schreiben. Es geht vielmehr um die Frage, welche Archetypen die Menschheit ausmachen und dafür sorgen, dass wir uns über Jahrhunderte kaum verändert haben. Der vorchristliche Kelte ist dem digitalisierten Schweizer des 21. Jahrhunderts ähnlicher, als wir uns bewusst machen. Natürlich lässt Glanzmann wieder Mythen aufleben, verwebt Folkmetal mit Metal, verzerrte Gitarren mit Flöte und Harfe.
„Ategnatos“ ist ein „typisches“ ELUVEITIE-Album – bringt es deshalb nichts Neues? Sagen wir es einmal so, das ALbum bringt musikalisch viel von dem, was die Fans erwarten, was ELUVEITIE ausmacht. Die Band erfindet sich musikalisch nicht neu – warum soll sie das auch? ELUVEITIE ist eine Paganband erster Güte, deswegen lieben wir sie, deswegen hat die Truppe Fans um den ganzen Erdball, deswegen spielt die Mannschaft auch die ganz grossen Bühnen.
Musikalisch hat sich aber Einiges getan. „Ategnatos“ ist das erste Album, das mit der neuen Besetzung entwickelt wurde. Fabienne Erni hat sich als Sängerin massiv eingebracht, ihre Harfe erhält mehr Platz, Michalina Malisz füllt die Lücke an der Drehleier, welche Anna Murphy hinterlassen hat. Für das nach wie vor massive Bassfundament ist „Oldie“ Kay Brem verantwortlich, Raphi Salzmann und Jonas Wolf haben sich die Gitarrenarbeit sauber aufgeteilt.

Ich persönlich mag an „Ategnatos“, dass da musikalische Feinheiten auftauchen, die man so noch nicht kannte. Selbst Bretter wie „Mine Is The Fury“ – hier tobt sich Chrigel so richtig aus – ist folkiger als viele sanftere Songs, schnell und voller Power und trotzdem ein Hauch vom „humpta – humpta“, wie wir es von KORPIKLAANI kennen.
Ein Hammer ist auch „The Slumber“ eingeleitet von der Harfe und Fabienne Ernis Gesang wird es nach gut vierzig Sekunden von fetten Riffs und Chrigels Scream-Stimme in eine klassische Melodic Metal Hymne verwandelt. Wir haben mit „Call Of The Mountain“ schon ähnliche, faszinierende Songs gehabt, und trotzdem ist hier mehr Kraft und Kompaktheit, weniger Radiotauglichkeit – einer meiner Lieblingstracks.
Mit „Ambiramus“ haben die Jungs und Mädels einen Song aufgenommen, der wirklich ein neues Element in die Musik ELUVEITIE’s bringt; Lebensfreude und Groove, Folk und Lebensfreude, die dich direkt anspringen. Ein Song zum Mittanzen und Abfeiern. Mich erinnert der Song in gewissen Abschnitten etwas an „Drunken Sailor“ – ich kann nichts dafür…
Ebenfalls ein klassischer ELU-Track ist „A Cry In The Wilderness“ – Harfe und akustische Parts wechseln sich mit brachialen Drums und heftigem Gesang ab – so wollen die Fans ELU auf den Alben und an den Konzerten sehen; Abbruch mit Grazie quasi.
Mit „The Silvern Glow“ gibt es eine ruhige, rein instrumentale Nummer, in welcher Flöte und Harfe dominieren – eine Ruhepause in einem sonst gewohnt harten Album. Ebenfalls etwas Besinnlichkeit bietet „Breathe“ – ein Hookliner und Song zum Mitsingen – und wohl auch ein Track, der ab und an im Radio gespielt werden könnte.
Sehr ruhig endet das Album mit „Eclipse“, getragen fast ausschliesslich durch Fabienne Ernis Stimme. Mein Eindruck; sie ist angekommen, hat Anna Murphys Platz eingenommen und der Band im Gesang eine neue Qualität gebracht, ohne zu kopieren oder einen Ersatzanspruch zu erheben. Eine andere, neue Stimme für ELUVEITIE, die zum zentralen Element geworden ist.

Fazit

„Ategnatos“ ist gross geworden, ein Album, das „Everything Remains…“ aus meiner persönlichen ELUVEITIE-Hitparade vom ersten Platz verdrängen könnte. Ich weiss, dass viele Fans andere Lieblinge haben, „Slania“ etwa oder „Helvetios“. „Ategnatos“ reiht sich auf jeden Fall ein unter den stärksten Alben, die ELUVEITIE gross gemacht haben, die den Kern dieser Musik fassen, die Kreativität nicht nur des Frontmannes Chrigel Glanzmann, sondern der gesamten Band aufzeigen.
ELUVEITIE sind ELUVEITIE sind ELUVEITIE… zum guten Glück! Ich sehe keine Band am Horizont, kein zu erwartendes Album in diesem Genre, welches „Ategnatos“ in den nächsten Monaten als bestes Folk-Metal-Album 2019 toppen könnte. Kaufen? Ein absolutes Muss für den Metalfan!

Die Album Release Party findet standesgemäss im Winterthurer Gaswerk statt und zwar am 06.04.2019 als Spport wirken die Schweizer Melodic Metaller INFINITAS

Gaswerk.ch
„Ategnatos“ Tracklist und Cover
  1. Ategnatos 4:53
  2. Ancus 0:11
  3. Deathwalker 4:53
  4. Black Water Dawn 4:18
  5. A Cry In The Wilderness 5:24
  6. The Raven Hill 4:12
  7. The Silvern Glow 1:10
  8. Ambiramus 2:53
  9. Mine Is The Fury 3:33
  10. The Slumber 4:56
  11. Worship 5:34
  12. Trinoxtion 1:18
  13. Threefold Death 3:31
  14. Breathe 5:28
  15. Rebirth 4:58
  16. Eclipse 3:01
Online

https://de.facebook.com/eluveitie

http://eluveitie.ch/news/

https://www.nuclearblast.de/de/label/music/band/about/71068.eluveitie.html

Hier unten folgt die englische Übersetzung der Review, welche einmal mehr mit dem coolen Tool deepl.com erledigt wurde.

deepl.com
The Band

ELUVEITIE are a reference for intelligent Folk or Pagan Metal far beyond Switzerland. Over the last ten years an unknown band from the Winterthur area has evolved into a metal institution, supported by the creativity of frontman Chrigel Glanzmann. Since he – as he himself stresses again and again – can’t read music and therefore can’t compose „classically“, this is all the more astonishing. It’s probably in his intuition to always look for the right musicians.
In a band with so many members it’s not surprising that there are always changes in the lineup. One or the other time the fans probably trembled whether it meant the end of the band. The last time was two years ago, when Merlin Sutter, Ivo Henzi and Anna Murphy said goodbye to each other and formed the new band CELLAR DARLING. Chrigel Glanzmann has once again managed to close the gaps and let ELUVEITIE shine in its old glory.

The current cast looks like this:
Kay Brem – Bass | Rafael Salzmann – Guitar | Michalina Malisz – Hurdy-gurdy | Nicole Ansperger – Violin | Chrigel Glanzmann – Vocals, Whistles, Mandola, Bagpipe | Fabienne Erni – Vocals, Celtic Harp | Matteo Sisti – Whistles, Bagpipe, Mandola, Bodhran | Alain Ackermann – Drums | Jonas Wolf – Guitar

The Album Ategnatos

I remember when I wrote the review for the album „Everything Remains As It Never Was…“. My first review for what ROCKNEWS is today and my „letter of application“ for STORMBRINGER, who accepted me as a member of their editorial staff and opened many doors for me. I was thrilled and sure that something was born here that would grow to become something big. My first live performance of the band in Bierhübeli Bern and the first interview with Chrigel Glanzmann in Z7 Pratteln reinforced this impression.
And now the band presents a new album, once again a concept album in the sense that there is a unity of content without writing an explicit story. It’s more about the question which archetypes make up humanity and make sure that we have hardly changed over the centuries. The pre-Christian Celts are more similar to the digitized Swiss of the 21st century than we are aware of. Of course Glanzmann revives myths again, weaves folk metal with metal, distorted guitars with flute and harp.
„Ategnatos“ is a „typical“ ELUVEITIE album – doesn’t it therefore bring anything new? Let’s put it this way, the album musically brings a lot of what the fans expect from ELUVEITIE. The band doesn’t reinvent itself musically – why should they? ELUVEITIE is a first class pagan band, that’s why we love them, that’s why the band has fans all over the world, that’s why the team plays the big stages as well.
Musically a lot has happened. „Ategnatos“ is the first album developed with the new line-up. Fabienne Erni has made a massive contribution as a singer, her harp gets more space, Michalina Malisz fills the gap in the hurdy-gurdy left by Anna Murphy. Oldie“ Kay Brem is responsible for the still massive bass foundation, Raphi Salzmann and Jonas Wolf have divided the guitar work cleanly.

I personally like about „Ategnatos“ that musical subtleties emerge that you didn’t know before. Even boards like „Mine Is The Fury“ – here Chrigel is really raving out – is more folky than many softer songs, fast and full of power and still a hint of „humpta – humpta“ as we know it from KORPIKLAANI.
A hammer is also „The Slumber“ introduced by the harp and Fabienne Ernis’s vocals are transformed after forty seconds from fat riffs and Chrigels Scream voice into a classic Melodic Metal anthem. With „Call Of The Mountain“ we already had similar, fascinating songs, and yet here is more power and compactness, less radio-suitability – one of my favourite tracks.
With „Ambiramus“ the guys and girls have recorded a song that really brings a new element into ELUVEITIE’s music; joie de vivre and groove, folk and joie de vivre that jump right at you. A song for dancing and partying. The song reminds me a bit of „Drunken Sailor“ in certain parts – I can’t help it…
also a classic ELU track is „A Cry In The Wilderness“ – harp and acoustic parts alternate with brute drums and violent vocals – that’s how the fans want to see ELU on the albums and at the concerts; aborting with grace, so to speak.
With „The Silvern Glow“ there is a quiet, purely instrumental number in which flute and harp dominate – a break in an otherwise hard album. Breathe“ also offers some contemplation – a hookliner and song to sing along to – and probably a track that could be played on the radio from time to time.
Very calmly the album ends with „Eclipse“, carried almost exclusively by Fabienne Ernis voice. My impression; she has arrived, has taken Anna Murphy’s place and brought the band a new quality in singing, without copying or claiming a replacement. Another, new voice for ELUVEITIE that has become the central element.

Fulness

„Ategnatos“ has grown up, an album that could displace „Everything Remains…“ from my personal ELUVEITIE hit parade from the first place. I know that many fans have other favourites, like „Slania“ or „Helvetios“. „Ategnatos“ is definitely one of the strongest albums that have made ELUVEITIE big, that capture the core of this music, that show the creativity not only of frontman Chrigel Glanzmann, but of the whole band.
ELUVEITIE are ELUVEITIE are ELUVEITIE… fortunately! I don’t see any band on the horizon, no album to be expected in this genre, which could top „Ategnatos“ in the next months as the best folk metal album 2019. Buy? An absolute must for the metal fan!

The Album Release Party will take place at Winterthurer Gaswerk on 06.04.2019 , Swiss Melodic Metallers INFINITAS will support the Helvetians.

„Ategnatos“ tracklist and cover
  1. Ategnatos 4:53
  2. Ancus 0:11
  3. Deathwalker 4:53
  4. Black Water Dawn 4:18
  5. A Cry In The Wilderness 5:24
  6. The Raven Hill 4:12
  7. The Silvern Glow 1:10
  8. Ambiramus 2:53
  9. Mine Is The Fury 3:33
  10. The Slumber 4:56
  11. Worship 5:34
  12. Trinoxtion 1:18
  13. Threefold Death 3:31
  14. Breathe 5:28
  15. >Rebirth 4:58
  16. Eclipse 3:01
Online

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http://eluveitie.ch/news/

https://www.nuclearblast.de/de/label/music/band/about/71068.eluveitie.html

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