Das Herz des Sturms im Komplex 457

Seit der Veröffentlichung von Heart of the Hurricane ist mehr als ein Jahr vergangen, nun war es endlich Zeit für die entsprechende Headliner Show in der Schweiz.

Text und Bilder: Claudia Chiodi

MISTER MISERY

Die junge Band aus Stockholm hat Anfangs Monat erst gerade ihr Debut Album veröffentlicht und sind für mich bis zu dem Abend ein unbeschriebenes Blatt. Dass mich die ersten Töne nicht gleich überzeugen liegt vermutlich daran, dass die Technik hier auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Danach gefallen sie aber immer besser, mit ihrem eigenwilligen Auftreten und Make-up und dem Kontrast von Texten, welche sich mit eher düsteren und ernsteren Themen beschäftigen und satten energetischen Riffs. Gothic meets Glam, und nimmt das Publikum auf einen kurzen, aber wilden Ritt mit.

Online:

https://www.facebook.com/mistermiseryband/

BEYOND THE BLACK

Der Komplex ist gemäss den Worten von Fronterin Jennifer Haben für die Band kein Neuland, aber zuvor waren sie der Support. An diesem Abend aber sind sie die Hauptattraktion mit voller Spielzeit, und diese nutzen sie aus um ausführlich Songs von allen drei Alben zu präsentieren. Dazwischen dürfen auch einige Anekdoten nicht fehlen. Nach knapp der Hälfte des Sets gab es einen Tempowechsel, während Tobi Lodes und Stefan Herkenhoff mit Gitarre und Bass das Publikum unterhält, tauchen beim FOH plötzlich Sängerin Jennifer und Chris Hermsdörfer auf. Es folgt ein kleines Akkustikset, bei welchem auch das Cover von Micheal Patrick Kelly’s Salve Regina nicht fehlen darf. Danach steht für einmal Kai Tschierschky am Schlagwerk im alleinigen Rampenlicht und bietet den nahtlosen Übergang, bis wieder alle Protagonisten an der Bühne sind.

Nun folgen unter anderem auch die Songs, welche mich ursprünglich dazu brachte bei dieser Band hängenzubleiben, Lost in Forever, Hallelujah und mit In the Shadows als Zugabe beendet die Band aus dem deutschen Mannheim ein Konzert vor begeistertem Publikum.

Online:

https://www.facebook.com/beyondtheblackofficial/

Ein gut besuchter Konzert Abend mit einem textsicheren Publikum und zwei überzeugenden Bands geht zu Ende. Für alle welche noch nicht genug haben, die Tour geht noch weiter, allerdings ohne weitere Schweizer Termine. Aber im nächsten Februar kommt zumindest MISTER MiSERY wieder in die Limmatstadt, diesmal ins Dynamo.