Brutal Assault 2026 – Josefov on fire! Day 1/4

Brutal Assault 2026 – Josefov on fire! Day 1/4

Nicht mehr lange, und es ist wieder August und an der Zeit, sich endlich wieder durch die historischen Mauern der Josefov-Festung Jaroměř zu wandern um eines der besten Festivals Europas mit einem grossartigen Lineup zu entdecken!

Juwal Penner

Ähnlich wie letztes Jahr, als ich das erste Mal über dieses tolle Festival berichten durfte, möchte ich euch das fantastische Festival in Tschechien näher bringen. Es gibt definitiv viel zu viele grossartige Acts an dem Festival um über jeden und jede einzeln zu berichten, weshalb ich mir wieder meine Favoriten für jeden Tag rauspicke, um diese euch näher vorstellen zu dürfen. Jedoch zuerst kurz ein Reminder, was das Brutal Assault überhaupt genau ist:

Hinter den historischen Mauern der Josefov-Festung findet jedes Jahr das Brutal Assault statt. Ihr findet dort eine unglaubliche Vielfalt an Bands, DJ’s und Künstlern, die durchaus vermutlich jeden Geschmack eines Metallers (und auch solche die es nicht sind) treffen dürfen. Hier bietet sich eine perfekte Balance aus den verschiedensten Genres der Gitarrenmusik. Wie bereits erwähnt: Hier wird Musik gelebt, nicht nur gehört! Jedes mal wenn ich dort war, habe ich unglaublich viele Bands entdeckt! Durch die 4 Bühnen mit über 140 Acts gibt es unglaublich viel und man braucht nur offen zu sein. Falls man doch eine Pause braucht, gibt es viele Sitzmöglichkeiten und sogar ein Horror-Kino!

In Jaroměř findet ihr lauter Bars mit kühlen Getränken (Malinovka! Achtung, Suchtgefahr!), leckeres Essen für jeden Geschmack und jede Menge an Snacks, Kaffe/Tee oder auch frisch zubereitetes Eis!

Doch genug zum Festival, mehr zum Programm. Ich werde hier einige meiner Highlights des Festivals (oder auch sogar des gesamten Jahres) vorstellen:


Amenra

Amenra schaffen es wie kaum eine andere Band, Härte mit bedrückender Emotionalität zu kombinieren. Dunkel, hypnotisch und eher Ritual als gewöhnlich. Zwischen Doom, Sludge und Post entstehen Songs, die sich sich langsam aufbauen, während sie alles erdrücken und unglaublich Intensiv wirken! Ein Muss nicht für Post-Fans, sondern für jede Person, die Musik erleben möchte.

Amenra


Crowbar

Wenn es um schleppenden, schweren Sludge geht, führt kein Weg an den Nola-Legenden Crowbar vorbei. Die Band um Kirk Windstein (auch bekannt von Down) liefert seit nun über 30 Jahren tonnenschwere Riffs mit einer guten Portion Nola-Dreck. Für Fans von Groove und Nackenschmerzen definitiv das Richtige!

Crowbar


Municipal Waste

Wer auf Dosenbier und Oldschool-Thrash steht, ist bei den Amis von Municipal Waste genau richtig. Mit ihrer Crossover-Mischung aus Thrash und Hardcore sind Pits, Stagediving und gute Laune quasi vorprogrammiert.

Municipal Waste


Nevermore

Für mich vermutlich das grösste Highlight des Festivals (eigentlich des Jahres). Als grosser Nevermore-Fan seit dem This Godless Endeavor Album ist für mich diese (eigentlich schon auch fast unerwartete) Reunion-Geschichten eine der spannendsten und besten der letzten Jahre. Auch wenn leider die legendäre Stimme von Warrel Dane (R.I.P) nicht dabei sein wird und eine grosse Lücke hinterlässt.

Nevermore

Onslaught

Onslaught haben sich ihren Kultstatus als eine der ersten britischen Thrash Bands in den 80ern nun mehr als nur verdient. Aggression, kompromisslose Geschwindigkeit und eine Handvoll Klassiker im Gepäck ergeben eine Vollgas gnadenlose Thrash-Vollbedienung.

Onslaught


Periphery

Ich glaube, man muss die Könige des Djent (auch wenn es scheinbar das Genre eigentlich gar nicht gibt und man gerade so gut Modern Progessive Metal nehmen kann, mag ich den Begriff doch deutlich besser) hier nicht wirklich vorstellen. Die 2004 gegründete Band aus Maryland kombiniert technische Virtuosität, tiefe Gitarren, eingängige Melodien und komplexe Poly-Rhythm zu einem modernen Sound, der technisch beeindruckend und energiegeladen wirkt.

Periphery


Triptykon

Wer extremen Metal hört, kommt um die Schweizer-Legenden Celtic Frost eigentlich gar nicht herum. Was hat dies mit Tryptikon zu tun? Mit dieser Band führt das Celtic Frost-Mastermind Tom G. Warrior sein düsteres Vermächtnis weiter. Schwarze Atmosphäre, unglaublich bedrückende Schwere und schwerer Doom dürfte wohl das Gefühl beschreiben, welches man bekommt, wenn man Tryptikon sich zu Gemüte führt. Definitiv und ohne Wenn und Aber eines meiner persönlichen Highlights vom ganzen Festival!

Tryptikon


Witch Club Satan

Das norwegische Trio von Witch Club Satan entstand vor nun gut 4 Jahren aus einem Theater und Performance-Kunst-Projekt, welches diese Roots in die extreme, musikalische Form von Black Metal transformierte. Rohe Riffs, Blastbeats und intensive Vocals treffen auf Themen wie Hexenverfolgung und Feminismus. Musikalisch und thematisch zeichnen Sie sich dadurch aus, dass sie Black Metal als Mittel nutzen, um aktuelle gesellschaftliche Themen – wie Feminismus, die Umweltkrise und den Konflikt im Nahen Osten – zu beleuchten, während sie gleichzeitig die rohe Ästhetik und Aggressivität des Genres bewahren. Ihre Live-Auftritte sind visuell beeindruckend: Blut, Nacktheit und ritualistische Inszenierungen sind fester Bestandteil ihrer Shows, die nicht nur unterhalten, sondern auch schockieren und zum Nachdenken anregen sollen.

Witch Club Satan

Tickets gibt es hier

https://brutalassault.cz/en