Brutal Assault 2026 – Day Two

Brutal Assault 2026 – Day Two

Ein bisschen Abkühlung bringt der zweite Tag in die Festung Josefov. Trotzdem gibt es auch hier bei der Musik kein Erbarmen und es geht Vollgas und ohne Pause weiter. Durch die alten Mauern schallt die rohe Gewalt von Black Metal, Heavy, Stoner und Synthwave und bringt diese zum beben und tanzen.

Juwal Penner

Nach dem ersten, unglaublich heissen Tag kommt ein bisschen eine Abkühlung (auch wenn es nicht wirklich kalt war, aber nach fast 40 grad nehme ich alles). Der erste Tag hat durch die Hitze ehrlichgesagt ein bisschen geschlaucht und macht es einem nicht ganz so einfach wieder in den Arbeitsmodus zu kommen. Zum Glück gibt es aber kühle Getränke (btw. der beste Iced Coffee!) und ab und an ein bisschen Schatten. Musikalisch hat der zweite Tag wie immer auch einiges zu bieten und steht dem Vortag in absolut nichts nach. Nur leider leider, darf ich weder Body Count noch Alcest fotografieren, weswegen diese hier in diesem Bericht fehlen.

Castle Rat

Zum Einstieg des zweiten Tages gibt es von der amerikanischen Medieval-Heavy-Metal Band Castle Rat erstmal eine geballte Ladung 80-Jahre-Nostalgie um die Ohren. Die Band schafft es mit einer grandiosen, durchaus theatralischen Show, gepaart mit einer unglaublich guten Mischung aus Doom und Heavy, das Publikum um den Finger zu wickeln. Die Band hat es geschafft in mir eine Nostalgie für eine Zeit hervorzurufen, in der ich noch gar nicht gelebt habe.

Leider ist dies dann auch viel zu schnell vorbei, sehr gerne wieder!

Black Braid

Die Amis aus den Adirondack Mountains (NY) zeigen hier unglaublich gut, dass indigene Elemente und Black Metal unglaublich gut zusammenpassen! Vermutlich eine der besseren Black-Metal Shows die ich erleben durfte und vor Allem eine der wenigen, die Bei Tageslicht irgendwie funktioniert hat. Wer auf Musik a la Mayhem, Dissection oder auch Bathory steht, ist hier an der genau richtigen Adresse!

Bleed From Within

Wie bereits in meinem Vorbericht geschrieben: Der aggressive, groovende Hammer aus Schottland! Die Band kommt auf die Bühne gestürmt als gäbe es kein Morgen mehr und haut dem Publikum einen Groove nach dem Anderen ins Gesicht. Wer die Band bisher noch nicht kennt, sollte sich dies umbedingt zu Gemüte führen!

Amorphis

Amorphis ist und bleibt einfach eine der besten Livebands des Planeten! Seit dem Silent Waters Album habe ich die Band schon unzählige Male erlebt und muss sagen, sie waren einfach jedes einzelne Mal gut. So auch hier am Brutal Assault! Mit einer gut durchmischten Setlist aus Alt und Neu wissen die Finnen einfach was sie tun und sind jedes Mal ein Erlebnis!

Carpenter Brut

Nach Amorphis stürmen die Franzosen um Franck Hueso von Carpenter Brut mit ihrem Synthwave die Hauptbühne. Die musikalische Abwechslung ist sehr Willkommen und bringt das Publikum in Tanzlaune. Neon, scharfe Synthies, harte Metal-Riffs und eine ganze Portion 80er-Nostalgie! Zum Abschluss bringt die Band ihr bekanntes „Maniac“-Cover, welches lauthals mitgesungen wird. Hier zeigt das Publikum vom Brutal Assault spätestens, wie vielseitig es ist und Synthwave genauso abfeiern kann, wie Death oder Black Metal.

Fu Manchu

Da ich Alcest nicht fotografieren darf, ist diese Überschneidung nun doch nicht mehr so schwierig für mich. Auch wenn ich Alcest sehr, sehr gerne höre/sehe, so habe ich Fu Manchu leider immer verpasst vorhin. Und ich muss sagen, ich bin ein bisschen erschrocken. Was für eine Energie! Von der 1. Sekunde an scheint es, als ob Nacken brechen und einem vor lauter Groove der Schädel wegfliegt.

Die Stoner-Urgesteine zeigen auch nach bald 40 Jahren Bandgeschichte absolut keine Müdigkeit und zeigen den jungen Bands wo der Bartli den Most holt, unglaublich gut! Gelungener Abschluss für mich für den zweiten Abend.

Impressionen

Fazit des 2. Tages:
Die Hitze vom Vortag hat mich wie bereits erwähnt ein bisschen zerstört. Aber wie bereits erwähnt, Iced Coffee hilft und die unglaublich gute Auswahl an Musik. Es gibt viel zu sehen/hören und zu entdecken, und es ist schlicht unmöglich, alles zu sehen.
Mein persönliches Highlight war Amorphis, auch wenn ich die Band schon gefühlt 120 Mal gesehen habe (und ich würde es wieder tun!). Aber auch die musikalische Abwechslung mit Carpenter Brut, da ich persönlich schon auch ein grosser Fan von Synthwave und dieser 80-er Ästhetik bin. Es ist sehr schön zu sehen, geht es nicht nur mir so, sondern ist das Publikum in Tschechien so Vielseitig aufgestellt. Auf zu Tag 3!