Bible of the Devil – neues Album am 8. Mai 2012

BIBLE OF THE DEVIL legen nach einer längeren Pause mit „For the Love of Thugs and Fools“ ihr sechstes Album vor. Das Rock’n’Roll Metal Quartett aus Chicago bringt eine powervolle, vor Energie sprühende Rock’n’Roll Scheibe die zu hören sich definitiv lohnt.Die Band verarbeitet nach eigenen Aussagen in den aktuellen neun Songs jene Umstände, welche sie in den Jahren seit der letzten Studioscheibe geprägt haben. Dabei kommen ihre Stellungnahmen auch zu Personen in ihrem Umfeld heraus:

„For The Love Of Thugs And Fools“ is viewed by the band as a document of the many characters they have encountered through the life of the band, whether it be in love, loss, friendship, or hatred.“

Die Mannen um Mark Hoffmann spielen aus meiner Sicht eine Rock – Metal Mischung, wobei rockige und bluesige Elemente überwiegen. Metal? Höchstens, wenn damit eine Metaladaption gemeint ist, welche das postindustrielle Chicago repräsentiert. So richtig „die Autobauerstadt“ ist da nicht, und so „richtig Metal“ sind BIBLE OF THE DEVIL auch nicht. Das ist aber nicht negativ zu verstehen. Der Sound von BIBLE OF THE DEVIL erinnert mich stark an „New York Blues“ wie ihn ein Popa Chubby spielt. Das hat auch viel mehr mit Rock als mit Blues zu tun. BIBLE OF THE DEVIL sind dabei etwas weniger straight und schmutzig, auch weniger gitarrenlastig als die New Yorker Fraktion. Stimmlich erinnern BIBLE OF THE DEVIL ein wenig an Motorhead-Ikone Lemmy Kilmister, allerdings ohne dessen Whiskey-Groove. Musikalisch ist es solider, geradliniger Rock mit leichtem Metaleinschlag, der in gewissen Teilen an Rockbands wie AC/DC erinnert („Sexual Ouverture/Away“), deren Eigenständigkeit allerdings bei weitem nicht erreicht.

„For the Love of Thugs and Fools“ ist ein Album mit richtig guten Rocknummern wie etwa „The Parcher“ oder „Can’t Turn Off the Sun“ – Letztere ist mein persönlicher Favorit. Richtig stark finde ich „I Know What is Right (In the Night)“ und „Yer Boy“. So muss Blues Rock klingen, so müssen Gitarren jammern und heulen und so muss sich eine Bassline von der Theke auf die Bühne schleppen. Gute alte Schule. Zwar noch nicht so fetzig wie die alten Nummern der Texas Blues Kameraden von ZZ TOP, aber gutes Handwerk, das man sich durchaus antun darf.

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