BAD WOLVES – Hammer, Hammer, Hammer!

Bekannt wurden die vier Jungs von BAD WOLVES, weil sie eine Coverversion der CRANBERRIES-Songs „Zombie“ veröffentlicht haben.

Text: Danny Frischknecht

Metalcore aus den USA zuhause bei Eleven Seven Music


Die Band

BAD WOLVES gibt es erst seit 2017 und trotzdem war die Band bisher schon sehr aktiv, verschiedene Videos, Demos und nun ein Debut-Volllänger. Hut ab!
Zusätzlich hat es die Band geschafft, CRANBERRIES-Frontfrau Dolores O’Riordan für eine Coverversion des Überhuts „Zombie“ zu gewinnen. Leider verstarb O’Riordan genau an dem Tag, an welchem die Aufnahmen stattfinden sollten.
Für BAD WOLVES war es später ein Anliegen, den Song dennoch auf die Platte zu nehmen, der Erlös soll vollumfänglich O’Riordans vier Kindern zugute kommen. Notabene, das Cover ist auch laut Aussage der CRANBERRIES-Sängerin ein „Killer“!
BAD WOLVES werden angetrieben vom ehemaligen DEVILD DRIVERS – Musiker John Boecklin, der die Drums malträtiert und nebenbei Gitarre spielt und Songs schreibt.
An den Saiten zaubern Chris Calin und Doc Coyle, den Bass hämmert Kyle Konkiel. Als Sänger konnte die Truppe schliesslich den ebenso charismatischen wie talentierten Tommy Vext gewinnen.


Das Album

BAD WOLVES sind eine Band, welche eine eher harte Metalcore-Variante spielt, welche allerdings für Hardcore zu melodisch ist.
Die 12 Tracks auf der Scheibe widerspiegeln die Power der Band, eine Hammer-Energie, eine Kreativität, welche in einem abwechslungsreichen Poweralbum gipfelt.
„Disobey“ ist für mich das bisher beste coregetriebene Album dieses Jahres.


Reinhören

Für einmal konzentriere ich mich hier auf einen einzigen Track, eben den erwähnten Übertrack „Zombie“. Der Song ist der geilste Track der CRANBERRIES überhaupt, einer der stärksten Songs, der je geschrieben wurde, eine treibende, mitreissende Hymne, bei der niemand stillsitzen kann, die niemanden unberührt lässt. Und ausgerechnet diese Song bannen die Jungs auf ein Debut, interpretieren ihn schliesslich selber. Dazu gehört erst einmal Mut.
Dann gehört dazu eine mächtige Portion Selbstbewusstsein, eine Idee, wie man einem solchen Song gerecht werden kann und schliesslich einen Sänger, der das überhaupt zu leisten fähig ist. BAD WOLVES haben alles und ein Cover geschaffen, das zum Besten gehört, was in dieser Sparte geschaffen wurde. Für mich spielt das Stück auf derselben Ebene wie „Sound Of Silence“ von DISTURBED.

Mir ist übrigens bewusst, dass ich mit dem Focus auf diesen Song anderen Nummern wie „Truth Or Dare“, „Toast To The Ghost“ oder „Run For Your Life“ Aufmerksamkeit entziehe, welche ihnen gebührt.


Fazit

„Disobey“ ist ein hammerstarkes Album einer Band, deren Zukunft erst begonnen hat. Die Jungs gehören in dieser Formation auf sämtliche guten Bühnen und Hallen dieses Planeten – und nicht nur ins Vorprogramm von FIVE FINGER DEATH PUNCH. Ich persönlich würde das das Lineup eher drehen.

Meine Empfehlung; unbedingt reinziehen!


Tracklist

1 Officer Down
2 Learn To Live
3 No Masters
4 Zombie
5 Run For Your Life
6 Remember When
7 Better The Devil
8 Jesus Slaves
9 Hear Me Now
10 Truth Or Dare
11 The Conversation
12 Shape Shifter
13 Toast To The Ghost

Lineup


Tommy Vext – Vocals
John Boecklin- Drums
Chris Cain- Guitar
Doc Coyle- Guitar
Kyle Konkiel- Bass