AMARANTHE in Bestform im Z7

AMARANTHE bringen Helix nach Pratteln, an ihrer Seite WARKINGS und FOLLOW THE CIPHER.

Text: Rea Sigg | Bilder: Claudia Chiodi

Letzten Samstag wollte ich mich den Vorbereitungsarbeiten für ein neues, längerfristiges Fotoprojekt widmen. Doch kaum war ich aus dem Baumarkt zurück, kam auch schon die Frage, ob ich an ein Konzert wolle. Ich müsse dafür „nur“ anstelle des krankgewordenen Lars (schnelle Genesung, Herr Kollege) einen Konzertbericht schreiben.

So kam es also, dass Claudia und ich kurz vor 17 Uhr Richtung Pratteln aufbrachen. Der Wechsel ging, wie immer im Z7, schnell und problemlos. Auch der Einlass war relativ zügig an dem Abend. Drinnen versorgten wir uns erstmal mit leckeren Pommes und frischem Merch, bevor wir uns für die Show bereitmachen.

WARKINGS

Fulminat eröffnet wurde der Abend durch WARKINGS, die gleich von Beginn weg die Messlatte hoch legten. Die vier von Allvater Odin zurück auf die Erde geschickten Kriegshelden, eroberten das Z7 im Sturm. Mag das Zusammenspiel zwischen einem römischen Tribun, einem wilden Nordländer, einem entschlossenen Kreuzzügler sowie einem tödlichen Spartaner seltsam anmuten, so bewiesen WARKINGS, dass sie perfekt zusammen harmonieren. Odin tat Recht daran, diese Krieger wieder auf die Erde zu senden, damit sie uns mit ihrem reinen und unverfälschten Heavy Metal von Heldentaten und Kriegserfolgen berichten.

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FOLLOW THE CIPHER

Nach einer viel zu kurzen Spielzeit und einer kleinen Umbauphase entführten uns FOLLOW THE CIPHER in ihre dystopische Zukunftsvision: eine dreckige, ausgetrocknete, verrostete und vereinsamte Gegend, zerstört durch unsere eigene, nachlässige Vergangenheit. Dieses Thema setzen die fünf Schweden nicht nur in Bühnenshow oder ihren Outfits um, sondern auch in ihren Texten und mit der Musik. Dennoch – oder vielleicht auch gerade deswegen – gelang es ihnen, das Publikum von Beginn weg zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. FOLLOW THE CIPHER boten puren Metal, wie es sich jeder Fan nur wünschen kann. Dabei überzeugte insbesondere Lindas klare Stimme, die mit ihrer Gegensätzlichkeit zu dem düsteren Thema, noch mehr zu einem Gänsehautfaktor beitrug.

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AMARANTHE

Dann aber wurde es Zeit für die Stars des Abends. AMARANTHE übernahmen – und wie! Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dies war eine der besten Shows von AMARANTHE überhaupt. Obwohl ihnen bestimmt noch die gerade erst beendete Tour mit Powerwolf in den Knochen steckte, legte die Band gleich von Anfang an mit Vollgas los und riss das Publikum förmlich mit. Es wurden Fäuste gereckt, Sprechgesänge angestimmt, dazwischen gab es auch mal eine Sporteinlage inkl. Vorturner. Mit anderen Worten: es war ein Metalfest vom Feinsten. Da mir eine anstrengende Zeit in den Knochen steckte, sah ich mir den grössten Teil des Konzertes vom Merchbereich aus an. Doch auch wenn ich weit von der Bühne weg war, konnte ich mich der grossartigen Stimmung nicht entziehen. Dabei störte mich auch der growlige Part des Auftrittes kaum mehr 😉. AMARANTHE bewiesen einmal mehr, dass sie zu Recht zu den Grossen der Szene gehören. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Konzerte der Band.

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Nach der Show blieben wir noch für ein oder zwei Schwätzchen mit alten Freunden und neuen Bekannten. Irgendwann aber trieben uns Kälte und drohende Müdigkeit doch zum Auto und wieder nach Hause.