„Alles aus Liebe“ – 40 Jahre DIE TOTEN HOSEN

Zum ersten Mal live habe ich DIE TOTEN HOSEN vor 30 Jahren an den Winterthurer Musikfestwochen gesehen – ein legendärer Auftritt. Mehr als Grund genug, an dieser Feier im Letzigrund wieder dabei zu sein.

Bilder und Text Alice Malherbe

Zum Auftakt der «Alles aus Liebe» Party waren die DONOTS am Start, welche ich leider grössten Teils verpasst habe. Wie heisst es so schön – zu viele Köche verderben den Brei resp. geht bei der Kommunikation auch mal eine Änderung unter. Dumm gelaufen – Fehler passieren – daher aber leider weder Bild noch Bericht – sorry.

Bis dann FEINE SAHNE FISCHFILET auf die Bühne kam, war zum Glück alles geklärt. Auch diese Band habe ich zum ersten Mal an den Musikfestwochen in Winterthur erlebt – ist aber noch nicht ganz so lange her. Auch wenn sich die Bandmitglieder stark sozial engagieren, so sind ihre Texte nicht zwingend politisch motiviert, sondern entstehen oft aus persönlichen Erfahrungen.

Auch wenn diese Rauchpetarden je nach Nutzung und Winkel zu guten Bildern führen können – sie stinken leider echt übel. So hiess es dann während des zweiten Songs kurzzeitig mal Luft anhalten und so gut es ging auszuweichen.

Beim dritten Song kam dann die aufblasbare Flasche zum Einsatz, auf welcher Trompetenspieler Max seine Crowdsurfingrunden im Publikum drehen wollte. Weit kam er leider nicht, da diese sich relativ schnell gedreht und ihn somit abgeworfen hat.

Alles in allem ein gelungener Auftritt ,bei welchem das Publikum fleissig mitsang, sprang und pogte – zur hellen Freude der Band.

Dann war es Zeit für die Geburtstagskinder. Angesagt wurden sie während des Intros auf den grossen Leinwänden auf der Bühne im Westernstyle.  Jeder einzeln und am Schluss ritten sie zusammen dem Sonnenuntergang entgegen – Auftritt DIE TOTEN HOSEN.

Mit im Gepäck ganz viele ihrer alten und neueren Hits sowie die Cover Songs von «Schrei nach Liebe» von DIE ÄRZTE und der Fussball Hymne «You’ll Never Walk Alone» von RODGERS & HAMMERSTEIN. Das Publikum sang lautstark, pogte und feierte kräftig mit.  So wie sich das an einem Konzert der TOTEN HOSEN gehört.

Auch hier kamen Rauchpetarden zum Einsatz – aber erst später am Abend, als unsere Kameras gut verstaut waren.

Die Location war grösser als vor 30 Jahren, mit grosser Leinwand, auf welcher auch Besucher weit hinten noch das Gefühl von mittendrin bekamen. Es machte Spass DIE TOTEN HOSEN mit viel Freunde auf der Bühne zu sehen, auch wenn mein Erstes noch immer das Beste ist und wohl bleiben wird. Während des Konzerts kam dann auch der Gedanke, dass ich es verpasst hatte, sie in einer kleinen Location mit Club Atmosphäre zu erleben. Genau diese Atmosphäre ist teilweise einfach unschlagbar und habe ich die letzten beiden Jahre wieder extrem lieben gelernt. Und nein, ich meine damit nicht die «ohne Strom» Variante.

Nichts destotrotz, war es ein gelungener Abend der während des dritten Zugabeblocks mit dem Rausschmeisser «Eisgekühlter Bommerlunder» zu Ende ging. Eine würdige Geburtstagsfeier.