Frontiers Records: Rock Ain’t Dead!

Das A&R-Label Frontiers Music (aka Frontiers Records) beweist mit diversen Releases ihren Standpunkt, dass der Rock noch immer lebt und alles Andere als tot ist.

Danny Frischknecht | Frontiers Records

A&R wird Frontiers Music (aka Frontiers Records) allerdings nicht gerecht; im Roster des italienischen Labels finden sich auch Bands wie SHIRAZ LANE und ONE DESIRE, welche aktuell gerade mit H.E.A.T durch die Lande touren. Jede Menge klassische Rocktruppen wie DEF LEPPARD, TOTO, WHITESNAKE, YES, JOURNEY und SURVIVOR präsentieren sich unter dem Label, darunter aber auch ein GLENN HUGHES, Gitarrenhero TED NUGENT oder die Metaller von PRIMAL FEAR.
Nichtsdestotrotz ist mir diese Woche ein Stapel verschiedener Rockscheiben auf den Tisch geflattert, die ich euch nicht vorenthalten möchte…

STEELHEART – „Rock’n Milan“

Die Hair Metal Band hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, mehr downs als ups und tragische Ereignisse. Die Truppe brach mehrfach auseinander, Sänger Miljenko Matijevic wurde von einer Lichttraverse schwer verletzt, Gründungsmitglied John Fowler starb 2008 an den Folgen eines Hirn-Aneurysmas und der ehemalige Leadgitarrist Kenneth Kanowski verstarb im August 2017 – ziemlich genau in der Zeit, als das vorliegende Album „Rock’n Milan“ aufgenommen werden sollte.
Das Live-Album „Rock’n Milan“ wurde im April 2019 am Frontiers Labelfestival IV in Mailand eingespielt, dem letzten Auftritt von Kanowski.
Das Album dürfte sich unter dem Christbaum bekennender Hair-Rocker ausgesprochen gut machen, powervoll, technisch sauber aufbereitet und Zeugnis der Klasse einer Rockband, die mehr Beachtung verdient hätte.

JOHNNY GIOELI mit „One Voice“

Du kennst Johnny Gioeli nicht? Aber du kennst HARDLINE, CRUSH 40 oder aber AXEL RUDI PELL? Dann kennst du auch „the Voice“ Gioeli, der diesen Bands in den letzten 25 Jahren seine Stimme verlieh.
„One Voice“ ist ein solides Rockalbum mit einem Sänger, der eine abwechslungsreiche Setlist bietet und mit seiner Stimme etwas an JON BON JOVY erinnert. Rock at it’s best!

„Superhero“ von STATE FO SALAZAR

Ausgesprochen melodischen Hardrock spielen die Jungs aus Schweden, etwas weniger hart als ihre Compatriotes von H.E.A.T, der Schwerpunkt liegt stärker auf dem mehrstimmigen Gesang. Dieser wieder erinnert an Bands wie JOURNEY oder TOTO.
Nach einer EP 2012 und ihrem Debutalbum aus dem Jahr 2014 liefern die Jungs jetzt mit „Superhero“ ihr zweites Volllänger-Studioalbum ab, reifer und abwechslungsreicher als der Vorgänger.

ALCATRAZZ mit „Parole Denied: Tokio 2017“

Alcatrazz wurde 1983 von dem ehemaligen RAINBOW- und MICHAEL SCHENKER GROUP-Sänger Graham Bonnet sowie Jimmy Waldo und Gary Shea gegründet und machte in den 1980er Jahren drei Studioalben.
Beim Debütalbum der Band spielte der junge schwedische Gitarristen Yngwie Malmsteen mit, auf dem zweiten Album kein Geringerer als Gitarrenvirtuose Steve Vai. Alcatrazz trennten sich 1987 nach der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Dangerous Games“.
Im Rahmen der „The Book“-Tournee der Graham Bonnet Band 2017 in Japan wurde drei Shows als Wiedersehen von ALCATRAZZ in Japan präsentiert.

Die Gründer von Alcatrazz, Graham Bonnet (Gesang), Jimmy Waldo (Keyboards) und Gary Shea (Bass), trafen sich nach 33 Jahren wieder zu einer einzigartigen Reihe von Shows in Osaka, Nagoya und Tokio, Japan im März 2017. Für den besonderen Anlass wurde die Band von Mark Benquechea (Schlagzeug) und Conrado Pesinato (Gitarren), beide von der Graham Bonnet Band, abgerundet.

Zusätzlich zu dieser einzigartigen Abschiedsvorstellung, die in Audio und Video festgehalten wurde, durchsuchte ALCATRAZZ das Archiv und fügte einige unveröffentlichte Bonustracks hinzu, die aus den 1985 aufgenommenen Original-Sessions stammen, darunter den Song „Emotion“ mit einem jungen Steve Vai an der Gitarre.

Fazit

FRONTIERS RECORDS beweist mit seinen Dezember-Releases, wo der Rocklabel – Hammer hängt.
Und wer noch immer nicht genug hat, mag vielleicht in folgende Alben ebenfalls noch reinhören:
„Devil’s Hand“  von DEVIL’S HAND featuring mit Mike Slamer und Andrew Freeman
„New Eyes“ von MAGIC DANCE
„Binary Music“ von PALACE