3 Ways to Magick Tour in der Met-Bar Lenzburg


Nicht zum ersten Mal hatte ich die Eventliste der Bar im Aargau im Blick, aber nun war ich das erste Mal auch da. Gründe dafür lieferte diese Tour mit ELVENKING, FROZEN CROWN und DESERT mehr als genug.

Text und Bilder: Claudia Chiodi

Den Weg fanden wir dank Navi ohne Probleme, aber eigentlich hätte ein Blick auf die Karte gereicht. Die Bar liegt an einer Hauptstrasse, direkt gegenüber ein kostenpflichtiger Parkplatz. Auch wenn von aussen etwas unspektakulär, war der schwarze Nightliner davor ein deutlicher Hinweis, dass wir den richtigen Ort erreicht hatten.

Kurz vor der eigentlichen Türöffnung war dann schon Einlass, bei dem unfreundlichen Wetter draussen eine angenehme Überraschung. Drinnen war das Umsehen schnell erledigt, denn gross ist die Met-Bar nicht. Als Erstes sticht mir die Bar, (welche über die ganze Länge des Raumes geht) und die ausführliche Met Auswahl ins Auge, der Name hält also schon mal, was er verspricht und die flüssige Versorgung wäre sicher gestellt.

Nun aber erst mal zum musikalischen Teil des Abends.

DESERT

Die Band aus Israel hatte zu Beginn mit einigen technischen Problemen zu kämpfen, das Konzert begann mit kleiner Verspätung. Kaum waren diese gelöst, machten sie sie auch gleich vergessen mit einer überzeugenden Show und Bühnenpräsenz. Powermetal der etwas aggressiveren Art, selbst auch als War Metal bezeichnet, mischt die Anwesenden gleich zu Beginn etwas auf, noch gibt es Platz vor der Bühne, nach der Aufforderung von Sänger Alexei doch näher zu kommen, weil doch hinten kaum mehr Platz ist, werden auch hier bald die Räume eng. Und spätestens bei My Black Flag ist der Funke endgültig übergesprungen, den Refrain auf Schweizerdeutsch mitzusingen birgt etwas an Schwierigkeit, aber sorgt auch für allseitige Erheiterung.

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FROZEN CROWN

Vor nicht ganz einem Jahr konnte ich die jungen Italiener das erste Mal sehen, und wie ich damals schon wusste, ich würde die Gelegenheit diese Band wieder zu sehen, nicht ungenutzt lassen. In der Zwischenzeit hatten sie ihr zweites Album auf den Markt gebracht und somit auch viel Material für eine 45 minütige Show, auch wenn auf dieser Tour noch die Tracks vom Debut Album die Setliste dominieren. 

Für FROZEN CROWN war dies der erste Auftritt in der Schweiz, eine Fangemeinde haben sie aber offenbar hierzulande schon. Eine starke Vorstellung sowohl in Können als auch Auftreten haben ihnen die restlichen Sympathien schnell zufliegen lassen.

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ELVENKING

Den Headliner der Tour hatte ich schon mehrfach auf dem Plan, aber wegen Terminkollisionen oder anderen Umdisponierungen hatte es bisher nie geklappt. Ich werde vermutlich diesen Sommer noch ein- oder zweimal die Gelegenheit haben ELVENKING live zu sehen, aber eine Clubshow hat einen zusätzlichen Reiz.

Für diese Tour konnte leider Gitarrist Rafahel und Drummer Lancs nicht dabei sein, an ihrer Stelle kamen HeadMatt und Symohn (dem langjährigen Fan bestimmt bestens bekannt) zum Zuge. Mittlerweile war der Platz Mangelware und die Temperaturen gefühlt im Hochsommerbereich. Die Pagan Metaller spielten uns ein abwechslungsreiches Set, sechs verschiedene Alben kamen zum Zug. Ein kleines Highlight, war das Geigensolo. Dieses Instrument sorgt für den typischen Sound und es war schön, es auch kurz im Mittelpunkt zu sehen. Nicht nur ich war begeistert von diesem Auftritt, rundum waren breites Grinsen und leuchtende Augen zu sehen. Mit Folk Einflüssen, harten Riffs und etwas ursprünglichem wird hier tatsächlich etwas Magie gewoben, der Charme von Sänger Damna tut sein Übriges dazu, dass der Abend in sehr guter Erinnerung bleibt.

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Die Bühne am Ende des Raumes war natürlich nicht riesig, aber hatte eine durchaus gute Grösse und Höhe, so dass man auch von weiter hinten noch die Protagonisten darauf sehen konnte. Auch Sound und Lichttechnisch gibt es von mir keinerlei Beanstandungen, auch wenn es für uns Fotografen natürlich (fast) immer noch etwas mehr Licht sein dürfte, Berufskrankheit. In einem offenen Nebenraum konnte man sich mit Fanartikel und Tonträger der heutigen Bands eindecken und wir benutzten die hier vorhandenen Sitzgelegenheiten als Basis. Das ganze Umfeld des Konzertes wird vom freundlichen und unkomplizierten Umgang der Gastgeber mit uns abgerundet. Und da ich mich ja erst nach getaner Arbeit dem Genuss alkoholischer Getränke hingebe, hat dieser eine Besuch bei weitem nicht gereicht, das Metangebot durchzutesten. Ich „muss“ wohl noch das eine oder andere Mal vorbei gehen.